Rezension: Ariane Rüdiger – Annas Farben

2003, Books on Demand im Selbstverlag, 256 Seiten, broschiert, 16 Euro, ISBN 3-8330-0209-3 bestellen...

cover„ Annas Farben – Eine Familiengeschichte aus dem Klonzeitalter“ dreht sich um zwei Geschwister, Anna und Udo, die verschiedener nicht sein könnten: Anna lebt als lesbische Grafikerin mit nicht genutztem künstlerischem Talent in München, Udo als vom Ehrgeiz zerfressener Genetiker in Mexiko. Im Jahr 2010 taucht Udo bei Anna auf, weil er sie klonen will. Anna muss sich entscheiden, ob sie mitmacht, und diese Gewissensfrage stellt ihr Leben auf den Kopf. Aber auch für Udo stellen sich plötzlich existentielle Fragen, womit er nicht gerechnet hatte. Die Erzählweise des Romans ist ungewöhnlich. In jedem Kapitel wechselt die Perspektive: mal berichtet Udo, mal Anna. Dass Anna am Ende die Oberhand behält, wird die Lesben freuen und auch, dass einige prickelnde lesbische Liebesszenen vorkommen. „Annas Farben“ ist spannend, aber weder Krimi noch Science-Fiction-Roman. Ein Buch für Leserinnen mit dem Mut zum Ungewöhnlichen.

 

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