Die Fachgruppe Gewalt gegen Lesben hat in den letzten 10 Jahren verschiedene Öffentlichkeitskampagnen in Berlin durchgeführt. Der Zusammenschluss der Vereine EWA e.V.-Frauenzentrum, Lesbenberatung Berlin e.V., TransInterQueer e.V. und Wildwasser e.V. hat nun mit Mitteln aus der Stiftung Deutsche Klassenlotterie einen Kurzfilm zur Gewaltprävention erstellt. Der ca. 50 Sekunden lange Trickfilm kann genutzt werden, um über Diskriminierung und die Anfänge von Gewalt ins Gespräch zu kommen. In diesem Film treffen vorwiegend männliche Fahrgäste an jeder Haltestelle der U-Bahn auf immer mehr lesbische Frauen. Verhalten sie sich anfänglich aggressiv pöbelnd, sind sie durch die Reaktionen der lesbischen Mitfahrenden zunehmend verwirrt, bis hin zum selbsterkennenden Lachen am Schluss.

Internationaler Tag gegen Gewalt an FrauenAnlässlich des heutigen Tages finden zahlreiche Aktionen in vielen Städten statt, meist ausgerichtet von Frauennotrufen oder Frauenberatungsstellen. Unter dem Hastag #schweigenbrechen twittern Betroffene und Hilfsorganisationen. Bundesweit rund um die Uhr erreichbar gibt es Hilfe beim #Hilfetelefon unter 08000116016.

Außerdem haben Bundesfrauenministerin Manuela Schwesig und der Präsident des Bundeskriminalamtes, Holger Münch, am 22. November 2016 zum ersten Mal Zahlen vorgestellt, die einen Einblick darüber bieten, in welchem Umfang und mit welchen Ausprägungen Gewalt in Paarbeziehungen bei der Polizei bekannt wird: Wenn das eigene Zuhause nicht sicher ist. Hier wurden auch gleichgeschlechtliche Lebenspartnerschaften erfasst. Fazit: Auch in lesbischen Partnerschaften gibt es Körperverletzungen. Das PDF des BKA mit dem Titel "Partnerschaftsgewalt Kriminalstatistische Auswertung - Berichtsjahr 2015" findet sich hier.

 

Broken Rainbow e.V. ist der bundesweite Zusammenschluss von lesbischen, lesbisch - schwulen und transidenten Verbänden und Organisationen, die Anti-Gewalt-Arbeit und Antidiskriminierungsarbeit leisten

Broschüre „Endlich glaubt mir mal jemand, dass eine Frau so etwas tun kann“Wir möchten Sie und Euch heute auf unser Projekt LARS „Lesbian ­Awareness ­Rising ­Strategies ­to overcome the taboo of same-sex domestic violence – Dem Tabu um häusliche Gewalt in Beziehungen von lesbischen/ bisexuellen Frauen und trans*Menschen begegnen“ aufmerksam machen.

Broschüre: "Unterstützung geben - Handlungsmöglichkeiten im Umgang mit Gewalt und Diskriminierung"Im Rahmen von "Tapesh - Mit Herz und Vision gegen Gewalt und Diskriminierung" ist die Broschüre "Unterstützung geben - Handlungsmöglichkeiten im Umgang mit Gewalt und Diskriminierung" entstanden. Dort finden Personen, die Gewalt oder Diskriminierung erfahren haben, Informationen, wie sie ihr eigenes Umfeld um Unterstützung fragen können. Für Unterstützer_innen gibt es eine Vielzahl an Handlungsempfehlungen. Die Broschüre kann auf www.lesmigras.de kostenlos heruntergeladen werden. Es gibt sie auch als gedruckte Version kostenlos in der Lesbenberatung Berlin e.V.

Die Webseite Frauen gegen Gewalt (bff - Bundesverband Frauenberatungsstellen und Frauennotrufe) bietet eine Suchfunktion, mit der Sie Hilfseinrichtungen in Ihrer Nähe finden können. Dort wird persönliche und telefonische Beratung für Frauen angeboten, die sexualisierte, körperliche oder psychische Gewalt erleben oder erlebt haben.
Frauennotrufe in Hessen - Wir sind zuständig für alle Mädchen und Frauen die versuchte oder vollendete Vergewaltigung sexuelle Nötigung sexuelle Belästigung Exhibitionismus Bedrohung Körperverletzung Terror durch Ex-Partner/Ex-Ehemänner erlebt haben, erleben oder befürchten. Einige ländliche Beratungsstellen bieten zudem ein Angebot für Mädchen und Frauen, die Opfer von sexuellem Missbrauch/sexueller Kindesmisshandlung wurden. Auch Angehörige, Freunde, Vertrauenspersonen, Fachkräfte und MultiplikatorInnen, können sich an uns wenden.

...die Gewalt und Misshandlungen in ihrer Partnerschaft ausüben. Die Diskussionen um häusliche Gewalt in lesbischen Partnerschaften scheint ein gesellschaftliches Tabu zu berühren: Die Vorstellung, dass Frauen gewalttätig und missbräuchlich handeln können. Ziel dieses Projekts ist, eine Handreichung für Fachkräfte zur Verfügung zu stellen, die auf die Besonderheiten in der Arbeit mit lesbischen Frauen, die sich in Partnerschaft gewalttätig und missbräuchlich verhalten, eingeht. Die Handreichung ist ab sofort online unter www.taeterinnen.org Ein Projekt von Broken Rainbow, gefördert von Daphne - Europa gegen Gewalt und dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

L-Support – Lesbisch, Bi, Queer Victim Support Berlin

L-Support www.L-support.net – Lesbisch, Bi, Queer Victim Support – ist eine Projektinitiative, die seit September 2014 daran arbeitet, ein Opferhilfeangebot für gewaltbetroffene lesbische und bisexuelle Frauen in Berlin zu schaffen. L-Support wird momentan von 20 ehrenamtlich engagierten Frauen unterstützt. Im September 2015 wurde der Verein L-Support e.V. gegründet und ist seitdem Trägerverein von L-Support.

Als Unterstützung für die Beratungsarbeit von Lesben- und anderen Beratungsstellen hat Broken Rainbow e.V. eine CD ROM veröffentlicht, die kostenlos bestellt werden kann:

„Leitfaden für die psychosoziale Arbeit mit lesbischen Frauen, die Gewalt ausüben“

Warum dieser Leitfaden?
In jeder vierten gleichgeschlechtlichen Partnerschaft kommt Gewalt vor.

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