Schreiben als Coming Out-Hilfe

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Antje Wagner schreibt Literatur, die unter die Haut geht – und das im wahrsten Sinne des Wortes. Ihre Texte berichten von Grenzüberschreitungen, Tabus und Ängsten. Oft haben sie auch eine lesbische Nebenhandlung. Trotzdem sieht sich Antje Wagner, die offen lesbisch lebt, nicht unbedingt als lesbische Literatin. Im Interview mit queerblick verriet sie, sie wolle „aus der Nische raus. Das heißt, dass ich ein größeres Publikum erreichen möchte, dass das Lesbischsein mitliest.“ Gelungen ist ihr das jüngst mit ihrem Jugendthriller „Unland“, in dem sich zwei Mädchen in einander verlieben – ganz unaufgeregt und beiläufig als sie ein dunkles Geheimnis lüften wollen.
Überhaupt haben es Antje Wagner die Jugendlichen angetan. Momentan schreibt sie an ihrem zweiten Jugendroman und gibt sonst auch Schreibworkshops für Jugendliche. Aus diesen hat sie ein Empfehlung für schwule und lesbische Teenager: „Das Tagebuchschreiben ist etwas, dass auch beim Coming-Out sehr hilfreich sein kann. Wenn man Tagebuch schreibt, konzentriert man sich auf einen Gedanken. Man verfolgt ihn“, so Wagner. Dadurch käme man zu Lösungen, die man ohne das Schreiben nicht gehabt hätte. In ihrem eigenen Tagebuch fand sie deshalb schon lange, ehe sie sich geoutet hatte, den Satz „Vielleicht bin ich lesbisch“.


Mit welchem Spiel Antje Wagner sich bei ihrer Oma outete und warum ihre Bücher so düster sind, erklärt sie im Video-Interview auf www.queerblick.tv.



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