Affären

Deutschland 1993
86 Min.
Regie: Jaques Breuer
D: Sophie von Kessel (Nora), Daniela Lunkewitz (Charlotte), Gedeon Burkhard (Thomas)

Eine junge Ehe in der Krise; der Mann lebt nur für seine Arbeit, die vereinsamte Frau stopft sich mit Keksen voll. Man - will sagen, der Mann - holt also Hilfe von draußen: Der Mann engagiert eine Ehetherapeutin. Die Therapeutin nistet sich für eine Woche in der Wohnung ein, um die Ehe zu beobachten, Tag und Nacht. Die Frau findet das unmöglich. Sie reagiert reserviert auf die Fremde, die sie plötzlich auf Schritt und Tritt begleitet. Bis sie erkennt, daß die Situation auch Vorteile mit sich bringt - sie hat nämlich plötzlich eine Gesprächspartnerin. Die merkwürdige Therapie wird zur Freundschaft. Und das Drehbuch vollzieht die zweite schicksalhafte Wendung: die Therapeutin entpuppt sich als Frau mit lesbischen Neigungen. Daß sie ihnen nachgibt, ist zwar "unprofessionell", aber andererseits ganz angenehm. Nicht unbedingt für den Mann; der fühlt sich unversehens außen vor, als Opfer seiner eigenen Idee. Während in seiner Wohnung also traute weibliche Zweisamkeit herrscht, schläft er bei seinem frauenfressenden Freund den Rausch aus. Da man sich aber in einer Komödie befindet, die Entwicklungen und Erkenntnisprozesse vorsieht, kann es dabei nicht bleiben. Folglich emanzipiert sich die Frau am Ende von beiden und geht ihren eigenen Weg. Zurück bleiben, frustriert, aber in Freundschaft verbunden, Mann und Geliebte.

VHS-Kaufcassette, 86 Min., dt. bestellen...

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