AntiMobbingHandreichungenBrandenburger Schulen engagieren sich gegen Ausgrenzung und Diskriminierung – dafür stehen ihnen seit Mitte April 2016 neue Materialien zur Verfügung, die das Sozialministerium aus Lottomitteln gefördert hat.

In sieben Handreichungen wird „Mobbing aufgrund der sexuellen Identität“ an Schulen thematisiert. Informiert wird über die Erscheinungsformen von Mobbing, mögliche Gegenstrategien, die Verantwortung jedes Einzelnen für sein Handeln sowie über weiterführende Kontaktadressen. Die Unterrichtsmaterialen sind schulform- und zielgruppenspezifisch sowie in „leichter Sprache“ aufbereitet.

Sozialministerin Diana Golze:

„Kein Mensch soll gemobbt werden. Nicht wegen seiner Herkunft, des Geschlechts, der Religion, einer Behinderung oder der sexuellen Identität. Akzeptanz von gesellschaftlicher Vielfalt ist ein Grundpfeiler für das Zusammenleben der Menschen in den Städten und Gemeinden unseres Landes.

Handreichung für die Grundschule gegen Mobbing mit dem Titel: „Informationen und Tipps für Schülerinnen und Schüler der Grundschule“.Das Antidiskriminierungsprojekt Schule der Vielfalt – Schule ohne Homophobie veröffentlicht anlässlich des Internationalen Tages gegen Homo- und Transphobie (17.05.2015) eine Handreichung für die Grundschule gegen Mobbing mit dem Titel: „Informationen und Tipps für Schülerinnen und Schüler der Grundschule“.

Die Dringlichkeit einer solchen Handreichung wurde deutlich aufgrund der Erfahrungen, die angehende Lehrkräfte aus den Grundschulen berichteten. Seit zwei Jahren ist Schule der Vielfalt mit einem Modellprojekt am Zentrum für schulpraktische Lehrerausbildung (ZfsL) in Hagen tätig. Dabei wurde bestätigt, was eine Berliner Studie gezeigt hatte: „Lesbe“ und „schwul“ werden bereits in der Grundschule losgelöst vom Kontext verwendet, um Dinge negativ darzustellen und zu kategorisieren.

bestellen... 11. März 2015, broschiert: 300 Seiten, Verlag: Barbara Budrich, ISBN-13: 978-3847406150Homosexualität und Schule: Handlungsfelder - Zugänge - Perspektiven

Wie tolerant und sachkundig wird an unseren Schulen mit Homosexualität wirklich umgegangen? Aus der Perspektive der evangelischen Religionspädagogik heraus nehmen die AutorInnen dieses Thema interdisziplinär in den Blick. Dabei steht die Frage im Zentrum, wie mit der wachsenden Pluralität der Lebensformen zukünftig an Schulen umgegangen werden kann. In besonderer Weise untersucht der Band, wie zukünftige LehrerInnen schon in ihrer universitären Ausbildungsphase auf den Umgang mit dem Thema der geschlechtlichen Vielfalt und homosexuellen Orientierung vorbereitet werden können.

 

Der Versuch des Artikels "Unter dem Deckmantel der Vielfalt" von Antje Schmelcher (Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, 12.10.2014), die Bildungsarbeit von SchLAu zu Homo- und Transphobie in Schulen in einen perfiden Kontext zu setzen und diese damit zu diskreditieren, hat alle im SchLAu-Netzwerk empört.

Auch der heutige (20.10.2014) Kommentar von Bern Saur in der Print-Ausgabe des Focus zeigt eine ungeheuerliche Vorgehensweise: Auch hier sollen wieder Unwahrheiten zu den Bildungsplänen so lange reproduziert werden, bis sie sich als Wahrheiten verkaufen lassen. Mit Unwissen ist soviel ‚Engagement' leider nicht mehr zu erklären.

Den von allen vier SchLAu Landesnetzwerken am 17.10.2014 gemeinsam verfassten Leserbrief hat die FAS in ihren letzten Ausgabe leider nicht abgedruckt. Hier steht er zur Kenntnisnahme zur Verfügung: 

"Leserbrief an die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung zum Artikel "Sexualaufklärung in Schulen: Unter dem Deckmantel der Vielfalt" von Antje Schmelcher

Sehr geehrte Damen und Herren, der Artikel "Unter dem Deckmantel der Vielfalt" von Antje Schmelcher, der in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung (12.10.2014) sowie der FAZ online (14.10.2014) erschienen ist, beschäftigt sich unter anderem mit der Bildungsarbeit von SchLAu zu Homo-­‐ und Transphobie. Mit großer Verwunderung haben wir den Artikel in unseren Netzwerken zur Kenntnis genommen.

Frau Schmelcher verwechselt bewusst Sexualaufklärung mit Bildungsarbeit zu Themen von Diskriminierung und Akzeptanz bezogen auf Homo-­‐ und Transphobie. Die Autorin desinformiert so gezielt die Leserschaft.

Am 14.05.2014 fand in Köln der 2. Fachaustausch des Anti­diskri­minie­rungs­projekts Schule der Vielfalt statt. Ab heute ist der Veranstaltungsbericht zu dem Fachtag mit dem Titel „Regenbogenfamilien in Schule und Unterricht" online abrufbar.

Die Familien und Elternhäuser, aus denen Schülerinnen und Schüler stammen, unterscheiden sich in vielerlei Hinsicht. Zu dieser Vielfalt gehören auch zunehmend gleichgeschlechtliche Eltern mit Kindern, den sog. „Regenbogenfamilien". Diese gesellschaftliche Wirklichkeit wollte das Antidiskriminierungsprojekt Schule der Vielfalt mit seinem zweiten Fachaustausch am 14.05.2014 in Köln frühzeitig aufgreifen.

Bürgermeisterin Scho-Antwerpes (Stadt Köln)Genauso wie generell beim Thema Homosexualität erwarten Angehörige in Regenbogenfamilien, dass ihre Familienform in Schule nicht tabuisiert, aber auch nicht als Besonderheit behandelt wird.

Dokumentation "...und das ist auch gut so!" Sexuelle und geschlechtliche Vielfalt in der Schule vom 22.10.2013 jetzt onlineAm 22.10.2013 hat in der Friedrich-Ebert-Stiftung die Tagung „... und das ist auch gut so!" Sexuelle und geschlechtliche Vielfalt in der Schule stattgefunden. Die Dokumentation der Tagung ist jetzt online und hier zu finden: http://www.fes.de/cgi-bin/gbv.cgi?id=10555&ty=pdf

Am 17.04.2013 fand der Fachaustausch „Für eine Kindheit und Jugend ohne Transphobie“ des Projekts „Schule der Vielfalt – Schule ohne Homophobie“ (im Folgenden: Schule der Vielfalt) in Bochum statt. Der Fachaustausch hatte das Ziel, das Thema für Schule, Jugendhilfe und (Schul-) Verwaltung aufzugreifen, um Perspektiven für die Unterstützung und Begleitung von Kindern, Jugendlichen und Familien, die das Thema betrifft, zu entwickeln. Für den Schulbereich in Nordrhein-Westfalen war es die erste Veranstaltung zum Thema Trans*. Mit 62 teilnehmenden Personen aus den Bereichen Schule, Jugendhilfe und Beratung war die Veranstaltung ein voller Erfolg. Der Veranstaltungsbericht ist als PDF auf der  Homepage abrufbar: www.schule-der-vielfalt.de/17-04-Fachaustausch-Doku.pdf

Unterrichtsmaterial für den OrientierungskursHomosexuellenrechte im Deutschkurs
Im bundesweiten Orientierungskurs soll das Thema Homosexualität präsenter werden. Dafür hat das Zentrum für Migranten Lesben und Schwule (MILES) des Lesben- und Schwulenverbands Berlin-Brandenburg ein Arbeitsblatt mit dem Titel „Welche Rechte haben homosexuelle Menschen in Deutschland?“ herausgegeben. In einfacher Sprache werden darin Fragen wie „Können zwei Frauen in Deutschland heiraten?“ oder „Gibt es schwule und lesbische Paare mit Kindern?“ erläutert. Fallbeispiele und Diskussionsanstöße sind an die Unterrichtspraxis für eine Lerngruppe mit Deutsch als Fremdsprache angepasst. Das Arbeitsblatt wurde als ergänzendes Lehrmaterial in Zusammenarbeit mit der Albert-Einstein-Volkshochschule Tempelhof-Schöneberg aus Berlin erstellt.

 

[PM] Eine Studie untersucht Homo- und Transphobie an Berliner Schulen und zeigt, wie Lehrkräfte die Akzeptanz sexueller Vielfalt verbessern können
40 Prozent aller Berliner Sechstklässlerinnen und Sechstklässler verwenden das Wort „Lesbe“ als Schimpfwort und sogar 62 Prozent die Begriffe „Schwuchtel“ oder „schwul". Zu diesem Ergebnis kommt eine bezüglich der Schularten repräsentative Befragung „Akzeptanz sexueller Vielfalt an Berliner Schulen: Eine Befragung zu Verhalten, Einstellungen und Wissen zu LSBT und deren Einflussvariablen“ unter 787 Schülerinnen und Schülern aus 20 Berliner Schulen.

Ein Forscherteam der Humboldt-Universität zu Berlin unter der Leitung von Psychologe Dr. Ulrich Klocke hat dabei erfasst, wie Schülerinnen und Schüler gegenüber Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Mitschülerinnen und Mitschülern, die sich geschlechtsuntypisch verhalten, eingestellt sind.

Geschlechterkonstruktionen und die  Darstellung von Lesben, Schwulen,   Bisexuellen, Trans* und Inter* (LSBTI)  in SchulbüchernGeschlechterkonstruktionen und die Darstellung von Lesben, Schwulen, Bisexuellen, Trans* und Inter* (LSBTI) in Schulbüchern. Eine gleichstellungsorientierte Analyse mit einer Materialsammlung für die Unterrichtspraxis von Melanie Bittner im Auftrag der Max-Traeger-Stiftung, hrsg. von der AG Lesben und Schwule in der GEW, Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft, April 2012.

Download als PDF-Datei, Print-Ausgabe im GEW-Shop erhältlich. 


Beim Thema LSBTI in der Schule liegt der Blick in Schulbücher nahe: Stellen Schulbücher die Vielfalt von Geschlecht und Sexualität dar? Welche Normen hinsichtlich der Geschlechtlichkeit vermitteln sie den Kindern und Jugendlichen? Was bieten sie an, um die Thematik LSBTI angemessen zu bearbeiten?

Entscheidung im Unterricht: Coming-out im Klassenzimmer Der 16-jährige Timo wird seit einiger Zeit von seinen Mitschülern gemobbt, weil er sich als schwul geoutet hat. Seitdem ist er täglichen Schimpftiraden ausgesetzt und auch Gewaltandrohungen bleiben nicht aus. Timo zieht sich immer mehr zurück, weil ihn die täglichen Angriffe seiner ehemaligen Freunde stark verletzen. Er überlegt die Schule ohne Abschluss zu verlassen.
Noah Sow möchte Timo helfen. In einem Gespräch mit seinen Klassenkameraden versucht sie, die Gründe für das Mobbing zu erfahren. Dabei stößt sie, besonders bei den Jungs, auf eine starke Ablehnung gegen über Homosexualität. Sie zeigen keinerlei Motivation, ihr Verhalten zu ändern.
Timo steht vor einer ausweglosen Situation. Wird er nun wirklich zum letzten Mittel greifen und die Schule abbrechen?

Kathrin Schack - Liebe zum gleichen Geschlecht – Ein Thema für die Schulebestellen...August 2011, Tectum Verlag, Taschenbuch: 177 Seiten, ISBN-13: 978-3828826731.
Aufklärungsarbeit gegen Homophobie Jede zehnte Frau und jeder zehnte Mann fühlen sich laut einer Statistik zum eigenen Geschlecht hingezogen. Auch jüngste Fortschritte in der Gleichstellung von Lesben und Schwulen und das Coming Out etlicher Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft, Kultur und Sport haben die gesellschaftlichen Vorurteile nicht beseitigt. Toleranz ist auch unter Jugendlichen und jungen Erwachsenen teilweise schwach ausgeprägt: Böse Witze und auch tätliche Angriffe sind bis heute Alltag. Ein Bremer Aufklärungsprojekt soll hier gegensteuern: Schwule, Lesben und Bisexuelle stehen dabei Schulklassen Rede und Antwort zu gleichgeschlechtlichen Lebensweisen und sexueller Identität. Dieses Buch fragt nicht nur nach dem pädagogischen Erfolg, sondern aus psychologischer Perspektive, welche Faktoren die diesbezüglichen Einstellungen Jugendlicher prägen.

netziane.de - Internet-Seite für lesbische Lehrerinnen. Diese Seite soll ein Gemeinschaftsprojekt aller daran Interessierten sein. Sie wendet sich in erster Linie an lesbische Lehrerinnen oder Lehramtsstudentinnen. Schwule, hetero-, bi- und transsexuelle LehrerInnen sind jedoch ebenso herzlich eingeladen, hier mitzuarbeiten.

Breitsprecher, Claudia - Bringen Sie doch Ihre Freundin mit! Gespräche mit lesbischen LehrerinnenGespräche mit lesbischen Lehrerinnen

bestellen...März 2007, Krug & Schadenberg, gebundene Ausgabe, 220 Seiten, ISBN-13: 978-3930041572, EUR 18,00

Auch als E-Book erhältlich

Sie unterrichten Mathematik und Deutsch, Biologie, Sport und Religion, sie leben in Dörfern und Großstädten, pflegen langjährige Beziehungen oder heimliche Affären, gehen mit der Freundin zum Schulfest oder fürchten eben diesen Schritt....

Lesbische Lehrerinnen NRW Wir sind ein Zusammenschluss von Lesben aller Schulformen und jeden Alters, die im Bereich Schule tätig sind. Egal ob geoutet oder nicht, wir wollen uns gegenseitig unterstützen und uns landesweit vernetzen. Im Herbst einen jeden Jahres veranstalten wir ein Landestreffen für und mit lesbischen Lehrerinnen.

Lutz van Dijk & Barry van Driel (Hg.) - Sexuelle Vielfalt lernenbestellen...März 2008, Querverlag, broschiert, ca. 216 S., ISBN-13: 978-3-89656-155-8, ca. 14,90 EUR
„Schwule Sau!“, „blöde Lesbe!“ – solche oder ähnliche Schimpfwörter sind auf Schulhöfen keine Seltenheit. Die Kinder, die sie benutzen, wissen meist gar nicht, was sie bedeuten, denn im Schulunterricht wird das Thema sexuelle Vielfalt häufig totgeschwiegen.

Bis heute sind Vorurteile und die damit einhergehenden Diskriminierungen gegenüber sexuellen Minderheiten, vor allem gegenüber Lesben und Schwulen, auch an Schulen weit verbreitet. Dieses Buch gewährt Einblicke in die Klassenzimmer verschiedener Länder und zeigt, wie dort mit den Themen Homosexualität und Homophobie umgegangen wird. Die AutorInnen beschreiben, welche kreativen und effektiven Möglichkeiten es gibt, um Homophobie erfolgreich zu begegnen und sexuelle Vielfalt zu lehren. Die zahlreichen Empfehlungen und Anleitungen machen dieses Buch zu einem wichtigen Ratgeber für Lehrende und Studierende und ein Muss für alle Schulen! Respekt lehren, Respekt lernen – Pflichtlektüre für den Unterricht. Mit einem Vorwort von Desmond Tutu, Erzbischof und Friedensnobelpreisträger.

 

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