Zum Sterben nach Kairo. Roman von Andrea Karimé. Rezension von Nicole Bruschkeit

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Ein arabisches Sprichwort lautet: Ägypten ist für den, der hin will, nicht weit.

Das Land der Pharaonen kann aber auch Menschen, die sich glücklich schätzen, in großer und sicherer Entfernung zu leben, bedrohlich nahe kommen – und eine tödliche Anziehungskraft ausüben...

 

Sie hat den nahenden Tod gesehen und wollte ihn aufhalten, doch sie kam zu spät. Sie wollte ein Leben retten und verlor ihr eigenes. Scheinbar erlag sie ihrem Herzleiden, doch ihr Neffe glaubt an Mord und beauftragt daher eine Privatdetektivin, die näheren Umstände ihres Todes zu ergründen und herauszufinden, was sie überhaupt zu dieser rätselhaften Reise veranlasst haben könnte – wollte seine wie er aus Ägypten stammende und in Köln lebende Tante doch  nie wieder in ihr Heimatland zurückkehren.... Für Ermittlerin Hala Habidi, bisher lediglich in Sachen Seitensprung auf Verdächtige angesetzt, ist dieser Fall eigentlich ein paar Nummern zu groß, trotzdem bricht sie bald in den Orient auf – im Gepäck ihre Papageiendame und im Kopf eine lange Liste mit Vorsichtsmaßnahmen, auf die ihr Auftraggeber sie eingeschworen hat. Die Ermahnung, keine Ägypterin zu küssen, hält sie für irrelevant – zunächst. Kaum angekommen, sieht sie sich einer Frau gegenüber, die sie mit ihren uneindeutigen Signalen in Verwirrung stürzt – zweifelsohne nicht die einzige und auch nicht die größte Gefahr, der sie in der arabischen Metropole ausgesetzt ist...

Andrea Karimés „Zum Sterben nach Kairo“ ist mehr als nur ein fesselnder Kriminalroman vor morgenländischer Kulisse. Die LeserInnen bekommen ausgesprochen lebendig-spürbare Eindrücke vom Alltagsleben Kairos abseits der Touristenströme, von einer Kultur, in der Althergebrachtes und westliche Einflüsse aufeinanderprallen, in der die inzwischen verbotene Genitalverstümmelung noch immer durchgeführt wird, und in welcher Homosexualität bis heute unter Strafe steht...  Unnachahmlich erzählt, geheimnisumwoben, hinter- und abgründig, spannend - kurz gesagt: lesenswert!

bestellen... Kriminalroman, 1. Februar 2010, broschiert: 224 Seiten, Verlag: Quer Verlag Gmbh, ISBN-13: 978-3896561732

 

 

 

 

 

 

 

Zum Sterben nach Kairo

Roman von Andrea Karimé

Querverlag, 2010

Ein arabisches Sprichwort lautet: Ägypten ist für den, der hin will, nicht weit.

Das Land der Pharaonen kann aber auch Menschen, die sich glücklich schätzen, in großer und sicherer Entfernung zu leben, bedrohlich nahe kommen – und eine tödliche Anziehungskraft ausüben...

Sie hat den nahenden Tod gesehen und wollte ihn aufhalten, doch sie kam zu spät. Sie wollte ein Leben retten und verlor ihr eigenes. Scheinbar erlag sie ihrem Herzleiden, doch ihr Neffe glaubt an Mord und beauftragt daher eine Privatdetektivin, die näheren Umstände ihres Todes zu ergründen und herauszufinden, was sie überhaupt zu dieser rätselhaften Reise veranlasst haben könnte – wollte seine wie er aus Ägypten stammende und in Köln lebende Tante doch nie wieder in ihr Heimatland zurückkehren.... Für Ermittlerin Hala Habidi, bisher lediglich in Sachen Seitensprung auf Verdächtige angesetzt, ist dieser Fall eigentlich ein paar Nummern zu groß, trotzdem bricht sie bald in den Orient auf – im Gepäck ihre Papageiendame und im Kopf eine lange Liste mit Vorsichtsmaßnahmen, auf die ihr Auftraggeber sie eingeschworen hat. Die Ermahnung, keine Ägypterin zu küssen, hält sie für irrelevant – zunächst. Kaum angekommen, sieht sie sich einer Frau gegenüber, die sie mit ihren uneindeutigen Signalen in Verwirrung stürzt – zweifelsohne nicht die einzige und auch nicht die größte Gefahr, der sie in der arabischen Metropole ausgesetzt ist...

 

Andrea Karimés „Zum Sterben nach Kairo“ ist mehr als nur ein fesselnder Kriminalroman vor morgenländischer Kulisse. Die LeserInnen bekommen ausgesprochen lebendig-spürbare Eindrücke vom Alltagsleben Kairos abseits der Touristenströme, von einer Kultur, in der Althergebrachtes und westliche Einflüsse aufeinanderprallen, in der die inzwischen verbotene Genitalverstümmelung noch immer durchgeführt wird, und in welcher Homosexualität bis heute unter Strafe steht... Unnachahmlich erzählt, geheimnisumwoben, hinter- und abgründig, spannend - kurz gesagt: lesenswert!

 

 

 

 

 

 

 

 

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