Anzeige:
Werbung:
Anzeige:

Studie zu Gewalt gegen Frauen mit Behinderung

Achtung, öffnet in einem neuen Fenster. PDFDruckenE-Mail

Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend legt Ergebnisse der Studie “Lebenssituation und Belastungen von Frauen mit Behinderung und Beeinträchtigung in Deutschland” vor. “Die Ergebnisse zeigen, dass Frauen mit Behinderungen viel öfter in ihrem Leben Gewalt erfahren, als andere Frauen und Mädchen”, sagte Staatssekretär Dr. Hermann Kues. “Besonders alarmierend ist, dass Frauen mit Behinderung und Beeinträchtigung zwei- bis dreimal häufiger sexuellem Missbrauch in Kindheit und Jugend ausgesetzt waren als der weibliche Bevölkerungsdurchschnitt. Auch im Erwachsenenleben erfahren sie überdurchschnittlich häufig sexuelle Übergriffe und Gewalt. Frauen, die in Einrichtungen der Behindertenhilfe leben und arbeiten, sind in hohem Maße Gewalt ausgesetzt.”

Mit der Studie konnten erstmals repräsentative Daten zu Lebenssituation, Diskriminierungen und Gewalterfahrungen von Frauen mit Behinderungen erfasst werden. Die Befragung umfasste insgesamt 1.561 Frauen im Alter von 16 bis 65 Jahren, die in Haushalten und in Einrichtungen leben und starke, dauerhafte Beeinträchtigungen und Behinderungen haben.

Um behinderte Mädchen und Frauen besser zu schützen, hat das Bundesfamilienministerium gemeinsam mit dem Verein “Weibernetz” und mit “Mensch zuerst” das Projekt von “Frauenbeauftragten” ins Leben gerufen. Die Frauenbeauftragten haben selbst Behinderungen und haben gelernt, Mitbewohnerinnen oder Kolleginnen in Werkstätten oder Wohnheimen zur Seite zu stehen und ihnen als Ansprechpartnerin zu dienen, wenn diese Gewalt erlebt haben oder fürchten. Durchgeführt wurde die Studie von der Fakultät für Gesundheitswissenschaften und Interdisziplinären Zentrum für Frauen- und Geschlechterforschung der Universität Bielefeld.

Kurzfassung der Studie, die erst zu Beginn 2012 vollständig veröffentlicht wird, sowie weitere Informationen: http://www.uni-bielefeld.de/IFF/for/zentrale_ergebnisse_ kurzfassung.pdf.

Informationen zum Projekt Frauenbeauftragte gibt es unter http://www.weibernetz.de/frauenbeauftragte.
Anzeige:
Anzeige: