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Und dann verdient Konny endlich auch mal was, wenn auch nicht wirklich viel :-)

Neuigkeiten Mai 2008

  • Abt. Gesundheit: Auf dem letzten Treffen der Lesbentelefone haben die Teilnehmerinnen folgende Stellungnahme entwickelt, für die wir jetzt UnterstützerInnen suchen (Unterstützungserklärungen können an diese E-Mail gerichtet werden).
    Diese Stellungnahme soll zusammen mit einer Liste der UnterstützerInnen im Herbst diesen jahres an das DIMDI (das Deutsche Institut für medizinische Dokumentation), das Bundesministerium für Gesundheit und die WHO gerichtet werden.
    „Stellungnahme der Beraterinnen der Lesbentelefone und -beratungsstellen in Deutschland, formuliert bei ihrem bundesweiten Treffen der Lesbentelefone (4.- 6.4. 2008)
    Die Beraterinnen der Lesbentelefone sprechen sich für die ersatzlose Streichung der Diagnosen unter F66.- ICD-10 Gm „Psychische und Verhaltensstörungen in Verbindung mit der sexuellen Entwicklung und Orientierung“, insbesondere der „Ichdystonen Sexualorientierung“ (ICD-10 Gm, F66.1), aus, da diese Diagnosen in dieser Gesellschaft derzeit wahrscheinlich ausschließlich gegen lesbische, schwule und bisexuelle KlientInnen angewandt werden. Insbesondere die Diagnose der „Ichdystonen Sexualorientierung“ bereitet in manchen Fällen den Boden für die Anwendung problematischer und nachweislich schädigender Psychotherapien mit dem Ziel der Konversion der sozio-sexuellen Orientierung der KlientInnen in Richtung einer heterosexuellen Orientierung. KlientInnen, die aufgrund der gesellschaftlichen Stigmatisierung nicht-heterosexueller Orientierungen psychisches Leiden (z.B. in Form einer Depression, von Ängsten oder einer Substanzabhängigkeit) entwickeln, sollten eine sorgfältige Diagnose dieses Leidens erhalten entsprechend der symptomorientierten ICD-10-Gm- Kategorien für die entsprechenden psychischen Störungen und affirmativ und kunstgerecht behandelt werden. Die Kategorie F66.- ist für eine fachkompetente Diagnose redundant und befördert Vorurteile.“
    (Erläuterung: ICD-10 ist die Klassifikation von Erkrankungen und psychischen Störungen der Weltgesundheitsorganisation, nach der auch in Deutschland diagnostiziert wird. Die ICD-10 Diagnosen tauchen beispielsweise auf den Überweisungsformularen auf. Derzeit gilt die 10. Version dieser Klassifikation. „Gm“ bedeutet „German modifikation“, also die deutsche Überarbeitung. Unter F66 werden „Psychische und Verhaltensstörungen in Verbindung mit der sexuellen Entwicklung und Orientierung“ zusammengefasst und „F66.1“ ist die Klassifikationsnummer der „Ich dystonen Sexualorientierung“. Das „F“ steht dafür, dass die „Ichdystone Sexualorientierung als „psychische Störung“ einklassifiziert wird.)

  • Lesbenfrühlingstreffen 2008

  • Abt. Internationales/Köln: Anläßlich des "Internationalen Tags gegen Homophobie" am Samstag 17. Mai 2008 bietet MerSI (Menschenrechte und sexuelle Identität) um 16h im RUBICON die Veranstaltung "Das Recht anders zu sein" an:
    Menschenrechtsverletzungen gegen Schwule, Lesben, Bisexuelle und Transgender stehen nach wie vor in vielen Ländern der Welt an der Tagesordnung. Amnesty International setzt sich seit fast zwei Jahrzehnten für die Menschenrechte dieser sexuellen Minderheiten ein und hat in einem neu erschienen Buch eine aktuelle Übersicht zum Thema herausgebracht. Dieses Buch (Das Recht, anders zu sein) sowie die Arbeit der AI-Gruppe "Menschenrechte und sexuelle Identität" (MerSI) sollen an diesem Nachmittag vorgestellt werden. Eintritt frei.

  • Abt. Historisches/Bonn: Zusammen mit dem DGB organisiert eine Gruppe Bonner Lesben einen multimedialen Vortrag, in dem die Biografin Dr. Christiane Leidinger neue Erkenntnisse über Johanna Elberskirchen vorstellt.
    Freitag, 6. Juni 2008 um 19.00 Uhr im DGB-Haus, Endenicher Straße 127, Bonn
    „Keine Tochter aus gutem Hause – Johanna Elberskirchen (1864-1943)“ und ihr emanzipatorisches Engagement in Bonn und Umgebung

    Im Rheinland, wo Johanna Elberskirchen – ihre Schweizer Studienzeit ausgenommen – bis 1914 lebt, entwickelt sie sich zu einer politischen Person. Sie wird in verschiedenen emanzipatorischen Bewegungen als umstrittene feministische Mitkämpferin aktiv. Aus der Sozialdemokratie wird sie schließlich ausgeschlossen. Auch mit frauenpolitischen Schriftstellerinnen kreuzt sie verbal ihre Klingen ... Ihr Ansatz, weibliche Homosexualität zu denken, setzt das Subjekt der lesbischen Liebe wieder als Frau und erteilt der „Mannweibertheorie“ eine klare Absage.
    Die Biografie „Keine Tochter aus gutem Hause“ entwirft ein lebendiges und faszinierendes Panorama der Zeit vom deutschen Kaiserreich bis zum Nationalsozialismus. Ein Buch über bewegte und durchaus widersprüchliche politische Wege einer umstrittenen Feministin, Sexualreformerin und Sozialdemokratin.
    Multimedialer Vortrag von der Biografin Dr. Christiane Leidinger (Berlin) mit anschließender Diskussion Eine Veranstaltung von Bonner Lesben in Kooperation mit dem DGB-Region Bonn/Rhein-Sieg/Oberberg

  • Abt. TV: In Spanien gibt es eine Fernsehserienvariante zu "The L-Word": Apples. Anzusehen sind bislang 7 Folgen auf spanisch mit englischen Untertiteln

  • Abt. Jugend: Fachtagung Professionelles Handeln im Umgang mit homosexuellen Entwicklungen bei Jugendlichen am Mittwoch, 28. Mai 2008. Der Schwerpunkt dieser Tagung liegt beim Umgang mit dem Thema Homosexualität in der pädagogischen Praxis. Es geht um verschiedene Methoden, mit denen sexuelle Orientierungen, Homosexualität usw. zum Thema gemacht und Jugendliche im Umgang damit unterstützt werden können. Es geht um Prävention von Diskriminierung und Gewalt. Termin: 10 bis 17 Uhr Ort: im Jugend- und Sozialamt Frankfurt am Main Teilnahmegebühr: 25,00 Euro Anmeldung erforderlich unter margot.kaiser.amt51@stadt-frankfurt.de

 

Neuigkeiten April 2008

Neuigkeiten März 2008