Politisches
[PM LSVD 24.04.08] Lebenspartnerschaften im Einkommensteuerrecht gleich stellen
Der Bundesrat berät am Freitag den Erschließungsantrag des Landes Bremens zur Schaffung der Rechtsgrundlagen für eine Gleichstellung der eingetragenen Lebenspartnerschaft mit der Ehe im Einkommensteuerrecht. Dazu erklärt Axel Hochrein, Sprecher des Lesben- und Schwulenverbandes (LSVD):
Der Lesben- und Schwulenverband begrüßt den Antrag des Landes Bremens zur steuerlichen Gleichstellung von Eingetragenen Lebenspartnerschaften mit der Ehe. Wir fordern die Vertreterinnen und Vertreter der anderen Bundesländer auf, dem Beispiel Hamburgs zu folgen und die Initiative zu unterstützen. Die immer noch massive Benachteiligung von gleichgeschlechtlichen Lebenspartnerschaften muss endlich beendet werden. Die deutsche Gesetzgebung misst mit zweierlei Maß. Bei den Pflichten werden Lebenspartnerinnen und Lebenspartner wie Eheleute im vollen Umfang in die finanzielle Verantwortung genommen. Aber das Steuerrecht sieht dennoch keine Gleichstellung vor. Lebenspartnerschaften und gleichgeschlechtliche Paare mit Kindern werden in unangemessener Weise belastet.
Sachliche Gründe für eine unterschiedliche Behandlung von Lebenspartnerschaft und Ehe bestehen nicht. Die Lebenspartnerschaft entspricht zivilrechtlich völlig der Ehe. Lebenspartner haben dieselben Unterhaltsverpflichtungen wie Ehegatten. Es widerspricht dem Prinzip der Steuergerechtigkeit, wenn sich der Staat bei den Sozialleistungen frei stellt und diejenigen die sich zu gegenseitiger Unterstützung verpflichten, steuerlich bestraft. Die skandalöse Praxis, in homo- und heterosexuelle Steuerzahler zu unterscheiden, muss endlich beendet werden. Die systematische Diskriminierung von Lesben und Schwulen trägt auch in keiner Weise zum Schutz von Ehe und Familie bei.
Abt. Poltik: [PM LSVD 24.04.08] FDP fordert Reform des Lebenspartnerschaftsgesetzes. Antrag greift Forderungen des LSVD auf
Die FDP-Bundestagsfraktion hat unter dem Titel „Gleiche Rechte gleiche Pflichten – Benachteiligungen von Lebenspartnerschaften abbauen“ einen Antrag in den Bundestag eingebracht. Dazu erklärt Axel Hochrein, Sprecher des Lesben- und Schwulenverbandes (LSVD):
Seit Jahren prangert der Lesben- und Schwulenverband (LSVD) mit seiner Kampagne „Gleiche Pflichten – Gleiche Rechte“ das Missverhältnis von Pflichten und Rechten in der gesetzlichen Regelung für Lebenspartnerschaften an. Unter dem Deckmantel eines angeblichen Schutzes von Ehe und Familie, diskriminiert der Staat gleichgeschlechtliche Lebenspartnerschaften im Verhältnis zur Ehe.
Der LSVD begrüßt die erneute Aufforderung der FDP an die Bundesregierung das längst überfällige Lebenspartnerschafts-Ergänzungsgesetz vorzulegen, um insbesondere im Steuerrecht, Beamtenrecht und bei der Adoption eine Gleichstellung von Lebenspartnerschaften zur Ehe herbeizuführen.
Entsprechende Gesetzentwürfe wurden vom LSVD schon ausgearbeitet. Im Bundestag liegen bereits zwei Gesetzentwürfe von Bündnis 90/Die Grünen und ein Antrag der Linken. Die Gleichstellung im Steuerrecht fordert der LSVD mit seiner überparteilichen Kampagne „Keine halben Sachen“ der sich die FDP, Grüne/Bündnis 90 und DIE LINKE als Parteien angeschlossen haben.
Die FDP kann ihrem Antrag Nachdruck verleihen, wenn sie in den Ländern die Gleichstellung im Landesrecht forciert und auf Entscheidungen des Bundesrates Einfluss nimmt. Das gilt insbesondere für die Länder, in denen die FDP an der Regierung beteiligt ist, oder wie in Hessen zur Mehrheitsbildung im Landtag beitragen kann.
[PM LSVD 13.04.08] Gleichstellung im Beamtenrecht überfällig
Der Lesben- und Schwulenverband (LSVD) hat am Wochenende in Berlin den jährlichen Verbandstag durchgeführt. Gastreden, Diskussionen und Resolutionen drehten sich um die rechtspolitische Gleichstellung von Lesben und Schwulen insbesondere im Beamtenrecht. Dazu erklärt Manfred Bruns, Sprecher des Lesben- und Schwulenverbandes in Deutschland:
Die Diskriminierung von Beamtinnen und Beamten in eingetragenen Lebenspartnerschaften muss endlich beendet werden. Nach wie vor diskriminiert das Beamtenrecht im Bund und in den meisten Bundesländern Eingetragene Lebenspartnerschaften: Trotz gleicher Pflichten bekommen die Betroffenen keinen Familienzuschlag, keine Beihilfe zu den Krankheitskosten der Partnerin bzw. des Partners und keine Hinterbliebenenpension.
Die Diskriminierung im Beamtenrecht verletzt den Gleichheitsgrundsatz und verstößt gegen Europarecht. Die EU-Kommission hat Deutschland für die fehlende Anerkennung von Lebenspartnerschaften im Beamtenrecht im Januar 2008 bereits offiziell gerügt. Auch der Europäische Gerichtshof hat darauf hingewiesen, dass die unterschiedliche Behandlung von Lebenspartnern und Ehegatten beim "Arbeitsentgelt" eine durch die EU-Richtlinie 2000/78/EG verbotene Benachteiligung wegen der sexuellen Ausrichtung darstellt.
Der von Innenminister Schäuble (CDU) vorgelegte Gesetzentwurf zur Neuordnung des Bundesbeamtenrechts (Dienstrechtsneuordnungsgesetz) muss dringend nachgebessert werden. Das Gesetzesvorhaben will ein „modernes, transparentes Beamten-, Besoldungs- und Versorgungsrecht“ schaffen, droht aber nur die Diskriminierungen weiterzuschreiben. Auch in den meisten Bundesländern ist die Gleichstellung noch nicht vollzogen. Die Verantwortlichen sind aufgefordert, nach dem Vorbild der beamtenrechtlichen Regelungen in Bremen für die Gleichstellung der Landesbeamtinnen und Landesbeamten zu sorgen. Der Flickenteppich des Beamtenrechtes ist grob ungerecht und sorgt für eine höchst widersprüchliche Rechtslage.
Weitere Themen des Verbandstages waren die Gleichstellung von Lebenspartnerschaften in der Familienpolitik, Homophobie im Fußball sowie Forderungen zur intergenerativen Lesben- und Schwulenpolitik.
Am Sonntag wurden Axel Blumenthal, Manfred Bruns, Günter Dworek, Uta Kehr, Annette Hecker und Martin Pfarr mit großer Mehrheit für eine weitere Amtszeit in den 12-köpfigen LSVD-Bundesvorstand gewählt.
Sonderseite zum Urteil des EuGH (Europäischer Gerichtshof) vom 1. April 2008 zur Hinterbliebenenrente
Abt. Politik: Pressemitteilung vom 01.04.2008 Bündnis 90/Die Grünen Hessen GRÜNE wollen Gleichstellung von Schwulen und Lesben - Wird auch die hessische CDU im 21. Jahrhundert ankommen?
'Sechseinhalb Jahre nachdem das Lebenspartnerschaftsgesetz bundesweit in Kraft getreten ist, wird es höchste Zeit, es auch im hessischen Landesrecht vollständig umzusetzen. Schwule und lesbische Lebenspartnerschaften sollen die gleichen Rechte und Pflichten haben, wie sie für Ehegatten üblich sind. Wie Eheleute begründen auch eingetragene Lebenspartner eine grundsätzlich auf Dauer angelegte ... zur Meldung
Abt. Politik/AGG: heute im Bundestag - 20.03.2008
Im Bundestag notiert: Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz
Recht/Antwort
Berlin: (hib/COL) Aufgrund der Aufforderung der Europäischen Kommission, das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz nachzubessern, finden zurzeit Abstimmungen unter den Bundesressorts statt. Das berichtet die Bundesregierung in ihrer Antwort (16/8461) auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Die Linke (16/8237). Sie schreibt auch, dass sie nach "derzeitigem Beratungsstand" keinen Nachbesserungsbedarf beim Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz erkennen könne. Brüssel habe der Regierung eine Frist bis 1. April gesetzt, ein Kommissionsschreiben vom 31. Januar dieses Jahres zu beantworten.
Abt. Politik/Kinder: heute im Bundestag - 20.03.2008
Adoptionsrechte gleichgeschlechtlicher Lebenspartner auf dem Prüfstand
Recht/AntwortBerlin: (hib/COL) Die Bundesregierung sieht keinen Reformbedarf zur Gleichbehandlung von Ehepaaren und gleichgeschlechtlichen Lebenspartnern im Adoptionsrecht. Das geht aus einer Antwort (16/8465) auf eine Kleine Anfrage der Linksfraktion (16/8260) hervor. Darin erklärt die Bundesregierung weiter, dass die gemeinsame Adoption durch homosexuelle Lebenspartner "solide" und "sozialwissenschaftlich" diskutiert werden müsse, weswegen das Bundesjustizministerium die Situation von Kindern in Lebenspartnerschaften untersuchen lasse. Da man die Ergebnisse abwarten wolle, sei mit einer Gesetzesänderung in dieser Legislaturperiode nicht mehr zu rechnen. Dennoch wird das Europäische Adoptionsabkommen nach Einschätzung der Bundesregierung voraussichtlich dieses Jahr überarbeitet. Quelle: http://www.bundestag.de/aktuell/hib/2008/2008_086/06
LSVD Verbandstag findet am 12./13. April 2008 in Berlin
Tagungsort ist der BVV-Saal im Rathaus Schöneberg, John-F.-Kennedy-Platz, 10825 Berlin. Bereits jetzt gibt es umfassende Informationen auf unserer Homepage. Unter http://www.lsvd.de/862.0.html finden sich wichtige organisatorische Hinweise, Anmeldeformular, Anträge an die Mitgliederversammlung, der Vorschlag zur Tagesordnung etc. Ein Höhepunkt des Programms ist sicherlich die Rede des Regierenden Bürgermeisters von Berlin Klaus Wowereit. Wir bitten alle LSVD Mitglieder um Anmeldung bis 31.03.2008.
10 Fragen und Antworten zum Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz
(AGG)
Die Landesstelle für Gleichbehandlung gegen Diskriminierung
hat ein neues Faltblatt herausgegeben, das 10 Fragen und Antworten zum
Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz beantwortet. Zu den Fragen gehören:
Was sind Diskriminierungen? Wo gilt das AGG? Welche Rechte habe ich als
Beschäftigte/r? In aller Kürze werden anhand von plastischen
Beispielen wichtige Fragen zu Diskriminierungen erläutert. Empfohlen
wird auch, in einem Gedächtnisprotokoll alles festzuhalten, was mit
dem Vorfall zusammenhängt.
Die Faltblätter sind kostenfrei zu bestellen unter: mailto:
broschuerenstelle@senias.verwalt-berlin.de
Wo werde ich am Besten bei Diskriminierung
beraten? Beratungsführer
erschienen.
Die Senatorin für Integration, Arbeit und Soziales, Frau Dr. Heidi Knake-Werner,
sieht es als eine ihrer wichtigsten politischen Aufgaben an, zu einem gesellschaftlichen
Klima beizutragen, das von gegenseitigem Respekt und Toleranz geprägt
ist. Ebenso gehört dazu, Diskriminierungen im Vorfeld zu verhindern und
dafür zu sorgen, dass Menschen, die nach seelischen oder körperlichen
Verletzungen Hilfe suchen, diese auch finden. Es kann nicht sein, dass bei
Diskriminierungen weggesehen und so getan wird, als wäre das „gar
nicht so schlimm".
Berlin verfügt bereits jetzt über eine sehr gute und breite Beratungsstruktur.
Zahlreiche freie Träger und Verwaltungseinrichtungen beraten zu speziellen
Problemen oft schon seit Jahren Personen, die zu den diskriminierten Gruppen
zählen. Einige von ihnen können gezielt Auskunft zu Fragen des AGG
geben. Über diese Angebote informiert der jetzt erschienene Beratungsführer.
Er dient zur weiteren Vernetzung der Beratungsstellen in Berlin.
Kostenlose Abgabe an Vereine und Informationsstellen unter: mailto:
broschuerenstelle@senias.verwalt-berlin.de
Gewalt gegen Lesben und Schwule, Kleine Anfrage im Berliner Abgeordnetenhaus
Die Abgeordneten Thomas Birk und Anja Kofbinger (Bündnis 90 / Die Grünen)
fragen den Senat, wie er das allgemeine Bedrohungspotenzial für Lesben
und Schwule in Berlin einschätzt. Der Senat benennt konkrete Erkenntnisse
und stellt ausführlich die Präventionsarbeit im Schul- und Jugendhilfebereich
in den letzten Jahren dar. Die Berliner Polizei hat auf die Bedürfnisse
der Opfer von homosexuellenfeindlichen Straftaten mit der Einrichtung des Ansprechpartners
der Berliner Polizei für gleichgeschlechtliche Lebensweisen reagiert.
Nach Ansicht des Senats soll auch zukünftig Gewalt und Homophobie
entschlossen entgegengetreten werden.
Die ausführliche Beantwortung finden Sie unter:
http://www.parlament-berlin.de:8080/starweb/adis/citat/VT/16/KlAnfr/ka16-11299.pdf
Eingetragene Lebenspartnerschaft und Erbschaftssteuerreform, Kleine
Anfrage im Berliner Abgeordnetenhaus
Der Fraktionsvorsitzende der Linken Dr. Klaus Lederer fragte den
Senat, in wie weit sich der Senat für die Gleichstellung der Lebenspartnerschaften
weiterhin einsetzt, insbesondere im Erbschaftssteuerrecht. Der Senat beabsichtigt
für Beamt/innen, die in einer Lebenspartnerschaft leben einen Familienzuschlag
und eine Hinterbliebenenpension einzuführen. Im Rahmen der Überlegungen
zur Neuordnung der Erbschaftsteuer hat die Senatsverwaltung für Finanzen
als Mitglied der Bund-Länder-Arbeitsgruppe „Reform der Erbschaftsteuer" angeregt,
bei der Neuregelung der Steuerpflicht, Steuerklassen, Freibeträge
und Steuersätze die Lebenspartner im Sinne des § 1 Abs. 1 LPartG
mit den Ehegatten (Steuerklasse I) gleichzustellen. Ausführlicher
Text siehe:
http://www.parlament-berlin.de:8080/starweb/adis/citat/VT/16/KlAnfr/ka16-11330.pdf
Kiel, 30.10.2007, Nr.: 223/2007
Presseinformation der SPD-Landtagsfraktion
Birgit Herdejürgen und Sandra Redmann:
Gleichstellung für Lebenspartnerschaften bei der Erbschaftsteuer Beschluss
als PDF
Die SPD-Fraktion hat heute eine Initiative zur Gleichstellung von Lebenspartnerschaften
bei der Erbschaftsteuer beschlossen. Hierzu sagen Birgit Herdejürgen, finanzpolitische
Sprecherin und Sandra Redmann, frauenpolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion
Schleswig-Holstein:
Mit der Verabschiedung des Lebenspartnerschaftsgesetzes 2001 und seiner Ergänzung
2005 hat die Bundesrepublik einen großen gesellschaftlichen Erfolg für
lesbische und schwule Paare erreicht. Dazu gehören Regelungen für die
Rentenversicherung, die gesetzliche Krankenversicherung und die Stiefkindadoption.
Im Steuerrecht gibt es allerdings noch erheblichen Nachholbedarf. Bislang werden
eingetragene Lebenspartnerinnen und Lebenspartner wie Ledige behandelt und sind
im Erbfall gar wie fremde Dritte in der Steuerklasse mit den höchsten Steuersätzen.
Bei der nun anstehenden Neuregelung der Erbschaftsteuer muss die eklatante Benachteiligung
eingetragener Lebenspartnerschaften gegenüber der Ehe beendet werden, das
betrifft die Freibeträge ebenso wie die Steuerklasse.
Schleswig-Holstein war in der Vergangenheit vorbildlich bei der Gleichstellung
von Lesben und Schwulen. Das ist eine Frage der Gerechtigkeit. Wir sollten diesen
Weg weiter gehen. Deshalb soll Schleswig-Holstein sich im Bundesrat für
eine deutliche Verbesserung für eingetragene Lebenspartnerschaften bei der
Erbschaftsteuer einsetzen. Wir werden hierüber umgehend Verhandlungen mit
dem Koalitionspartner aufnehmen.
[13.09.07] Aufforderung des Lesben- und Schwulenverband in Deutschland LSVD: Menschenrechte
von Lesben und Schwulen in Nicaragua
Amnesty International hat den 13. September 2007 zum internationalen
Aktionstag gegen das homophobe Strafrecht in Nicaragua erklärt und weltweit zu Aktionen
aufgerufen. Deshalb rufen wir dazu auf, die beiliegende mail an Daniel Ortega,
den Präsidenten der Republik Nicaragua, den Präsidenten der nicaraguanischen
Nationalversammlung, René Núñez Téllez, und an
die nicaraguanische Botschaft in Berlin zu verschicken. Zum
Briefentwurf...
Weg mit dem Homosexuellen-Strafrecht in Nicaragua
Schon eine kleine Spende hilft 13. September 2007
Nicaragua ist das einzige spanischsprachige Land, das einvernehmliche gleichgeschlechtliche
Beziehungen zwischen Erwachsenen noch strafrechtlich verfolgt. In dem mittelamerikanischen
Land schauen Staat und Justiz den Bürgern unter die Bettdecke, die Privatsphäre
von Lesben und Schwulen wird massiv verletzt. Während Chile, Puerto Rico
oder Ecuador in den 1990er Jahren antihomosexuelle Strafgesetze tilgten, fügte
Nicaragua im Juni 1992 Artikel 204 ins Strafgesetzbuch ein.
Wörtlich heißt es in Artikel 204: "Wer auf anstößige
Weise zum Geschlechtsverkehr zwischen Personen gleichen Geschlechts verleitet,
diesen fördert, dazu aufruft oder ihn praktiziert, begeht eine Straftat
der Sodomie. Die Strafe beträgt zwischen ein und drei Jahren Gefängnis."
Besonders perfide ist: Das Strafgesetzbuch erlaubt sogar die Verfolgung von Personen,
die für die Rechte von Homosexuellen eintreten, lesben- und schwulenpolitisch
oder in der Gesundheitsaufklärung, etwa der Aids-Präventionsarbeit
tätig sind. Es behindert daher die Bildung einer Lesben- und Schwulenbewegung
im Land. Artikel 204 ist eine klare Verletzung internationaler Menschenrechtsstandards.
Er gehört schleunigst abgeschafft!
Die "Initiative für sexuelle Vielfalt und Menschenrechte in Nicaragua" kämpft
unter dem Dach eines Netzwerks von bürgerrechts- und menschenrechtspolitischen
Organisationen gegen das homophobe Strafrecht. Aufgrund des Strafrechts hat sie
keinerlei Aussicht auf legale Anerkennung durch die Behörden.
Nach den Präsidentschaftswahlen, die Daniel Ortega gewonnen hat, will die
Initiative ihre Kampagne verstärken. Diese Arbeit wollen wir unterstützen.
Um eine wirkungsvolle Aufklärungs- und Akzeptanzarbeit leisten zu können,
benötigt die "Initiative für sexuelle Vielfalt und Menschenrechte" z.
B. einen attraktiven Internetauftritt. Ebenso notwendig ist der Druck von Aufklärungsmaterialien
gegen das Strafgesetz.
Schon mit wenig Geld kann in Nicaragua viel bewegt werden! Die mutigen
Menschenrechtsaktivisten in Nicaragua durchbrechen das Schweigen und leisten
wichtige Arbeit, die unsere Unterstützung verdient. Die Hirschfeld-Eddy-Stiftung
will die Menschenrechte von Lesben und Schwulen stärken. Durch Ihre
Spende tragen Sie dazu bei, dass die Stiftung ganz konkret Unterstützung
für Nicaragua leisten kann, ohne dass Gelder für Strukturkosten
ausgegeben werden.
Hirschfeld-Eddy-Stiftung, Postfach 103414, 50474 Köln, T. (0221) 925961-0,
F. (0221) 925961-11 www.Hirschfeld-Eddy-Stiftung.de Konto
50 100 00,
Stichwort: Nicaragua, Bank für Sozialwirtschaft BLZ / BIC: 370 205 00 /
BFSWDE33, IBAN: DE30 3702 0500 0007 0868 00
ILGA-Europe,
rue de la Charité 17,
Brussels B-1210 Belgium,
Tel: + 32 2 609 54 10,
Fax: + 32 2 609 54 19,
info@ilga-europe.org, www.ilga-europe.org
ILGA-Europa ist der europäische
Zweig der International Lesbian & Gay
Association (ILGA) (Internationale Lesben und Schwulen-Vereinigung ). Wir
arbeiten für Gleichberechtigung und Menschenrechte der lesbischen,
schwulen, bisexuellen und transgender (LGBT) Personen in Europa. Wir sind
eine NGO-Dachorganisation, die ihre Mitglieder, in erster Linie Organisationen
von LGBT-Personen, auf europäischer Ebene vertritt. Wir haben über
200 Mitgliedsorganisationen in ganz Europa.
12.09.07 Frankfurter Rundschau: "Ehegatte" oder "eingetragener Lebenspartner" Kaum Kritik am Grünen-Gesetzentwurf zu Lebenspartnerschaften http://www.fr-online.de/frankfurt_und_hessen/lokalnachrichten/aktuell/?em_cnt=1208989&
PRESSEMITTEILUNG Datum: 10. September 2007
Gesetzes-Anhörung zur Anhörung eingetragener Lebenspartnerschaften
Fundamentalisten auf Einladung der CDU im Hessischen Landtag
" Die CDU-Fraktion hat für die Anhörung im Rechtsausschuss
zum Gesetzentwurf der GRÜNEN zur Anerkennung eingetragener Lebenspartnerschaften
ein Institut eingeladen, das schon bei einer Anhörung im Deutschen
Bundestag durch fundamentalistische homophobe Thesen auffiel. Das Institut
für Jugend und Gesellschaft und seine Leiterin Dr. Vonholdt bietet
nach eigener Auskunft seit 25 Jahren 'Therapien' an, mit denen Homosexuelle
'ihr heterosexuelles Potential entwickeln können'. Die These von der
Homosexualität als behandelbare Krankheit zieht sich wie ein roter
Faden durch die Stellungnahmen dieses Instituts", erklärt der
rechtspolitische Sprecher der Landtagsfraktion von BÜNDNIS 90/DIE
GRÜNEN, Andreas Jürgens. Die Anhörung findet am kommenden
Mittwoch um 11.00 Uhr in öffentlicher Sitzung des Rechtsausschusses
im Kleinen Saal des Landtags statt.
Homosexualität sei nach Auffassung von Frau Vonholdt "der vergebliche
Versuch, bestimmte traumatisch erlebte Bindungsverluste in der Kindheit,
insbesondere die nicht gelungene Bindung an den gleichgeschlechtlichen
Elternteil … zu kompensieren". Sogar die LSU, die Lesben und
Schwulen in der Union, die den Gesetzentwurf der GRÜNEN befürworten,
hätten sich mehrfach von den "kruden Thesen" dieses obskuren
Instituts distanziert. "Es ist schwer erträglich, dass die CDU-Fraktion
Fundamentalisten mit extrem randständigen Thesen ein Forum im Hessischen
Landtag bietet. Bisher hatte nur der CDU-Abgeordnete Irmer, als CDU-Rechtsaußen
bekannt, die These von einer Behandelbarkeit von Homosexualität vertreten.
Jetzt macht sich die gesamte Fraktion dies zu eigen", kritisiert der
Abgeordnete. Offenbar sei der CDU-Fraktion an einer sachlichen Diskussion
um den Gesetzentwurf der GRÜNEN nicht mehr gelegen.
Pressestelle der
Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Hessischen
Landtag Pressesprecherin: Elke Cezanne Schlossplatz 1-3; 65183 Wiesbaden
Fon: 0611/350597; Fax: 0611/350601 Web: http://www.gruene-hessen.de
EUROPÄISCHES FEMINISTINNENFORUM
Von Patricia Prendiville, Geschäftsführerin der ILGA-Europa
Das Europäische Feministinnenforum ist seit Anfang 2007 aktiv und lädt
alle ein, sich in die verschiedenen Diskussionen einzubringen und sich zu den
aktuellen Fragen zu engagieren. Die ILGA-Europa wurde gebeten, einen Artikel über
Probleme beizutragen, für die sich die LGBT-Community mit Feministinnen
engagieren möchte – natürlich sind das sich nicht gegenseitig
ausschließende Gruppen von Menschen. Wenn Sie also an einer Teilnahme an
den Diskussionen und den Debatten interessiert sind und zur feministischen Agenda
beitragen möchten, gehen Sie bitte auf dessen Website: www.europeanfeministforum.org
Sachsen: Wieder eine Lesbe mehr gibt es im Landesvorstand vom Lesben- und Schwulenverband in Deutschland e.V. - Landesverband Sachsen http://sachsen.lsvd.de [18.08.07]
Die EU hat am 04.07.2007 eine Online-Befragung
zur Bekämpfung von Diskriminierungen in den Mitgliedstaaten
und auf EU-Ebene gestartet.
Die EU will von möglichst vielen Menschen wissen, wie sie sich wirkungsvolle
Maßnahmen zur Bekämpfung von Diskriminierungen beispielsweise im Gesundheits-,
Bildungs- oder Wohnungswesen vorstellen. Eine Studie zum Antidiskriminierungsrecht
der Mitgliedstaaten habe gezeigt, dass es in allen Mitgliedstaaten Rechtsvorschriften
gibt, die über die europarechtlichen Anforderungen der Richtlinie zur Bekämpfung
der Rassendiskriminierung und der Richtlinie zur Gleichbehandlung in Beschäftigung
und Beruf hinausgehen.
Hinsichtlich ihres Regelungsgehalts und Geltungsbereichs seien diese Vorschriften
aber sehr unterschiedlich. Der Schutzumfang sei meist hoch, wenn es um
das Verbot von Diskriminierungen aus Gründen der Religion oder
des Geschlechts geht, während sich das Verbot von Diskriminierungen aus
Gründen der sexuellen Ausrichtung, einer Behinderung oder des Alters weniger
häufig auf andere Bereiche als die Beschäftigung erstrecke. Die Online
Befragung soll der EU-Kommission Material für die Planung neue Maßnahmen
geben.
Ihr erreicht die Befragung über folgenden Link:
http://ec.europa.eu/yourvoice/ipm/forms/dispatch?form=Discrimination&lang=DE
Am 4.7.07 in BILD: Vor
einem halben Jahr hat es gefunkt - CDU-Ministerin liebt eine Heilpraktikerin
Frankfurt/Main – Was für eine mutige Frau! Kultusministerin
Karin Wolff (48, CDU) ist als stellvertretende Ministerpräsidentin
die Nummer zwei hinter dem hessischen Regierungschef Roland Koch. Keiner Diskussion
geht sie aus dem Weg. Nur ihr Privatleben war immer tabu: bis jetzt.
In der WELT steht es auch: CDU-Ministerin
outet sich als homosexuell
Und Frau Wolff hat die Beziehung bestätigt: http://www.ad-hoc-news.de/Politik-News/de/12369243/CDU-Ministerin-Wolff-liebt-eine-Frau
Und das schreibt die FAZ am 4.7.07 zu diesem Thema: http://www.faz.net/s/Rub8D05117E1AC946F5BB438374CCC294CC/Doc~E69234770793F47379616CF9E850BE5B3~ATpl~Ecommon~Scontent.html
NRW: Kongressankündigung: „Es geht
ums Ganze, Constanze!“ Flyer als
PDF-Download, Anmeldung als
Word-Datei
Die institutionalisierte Frauenbewegung aus den Frauenbüros, den Frauen-
und Mädchenhäusern, die LAG Lesben in NRW, der Frauenrat NW, der DGB
und der Paritätische Wohlfahrtsverband in Nordrhein-Westfalen lädt
Feministinnen, Frauenrechtlerinnen und andere interessierte Frauen nach Bonn
zur Friedrich-Ebert-Stiftung am 20. Oktober 2007 ein, um gemeinsam lustvoll Perspektiven
einer gerechten Politik für Frauen und Mädchen zu entwickeln.
Es geht um Macht, Recht, Bildung, Gesundheit, Bewegung, Begehren – schlicht:
ums Ganze!
Japan: Aus der Süddeutschen Zeitung
vom 20.06.07: Homosexuelle
in Japan - Lesbische Politikerin kämpft um Anerkennung
Wer in Japan lesbisch oder schwul ist, sollte sich schämen, erzählt
Kanako Otsuji. Die Politikerin ist lesbisch. Jetzt will sie ins nationale Parlament
einziehen. Dort wäre sie die erste offen bekennende homosexuelle Politikern
in der Geschichte Japans.
Die gleichstellungspolitische Sprecherin der
SPE Fraktion Lissy Gröner: "Mit Zivilcourage gegen Homophobie
und Diskriminierungen!"
Am 23. Juni 2007 wird die Europaabgeordnete Lissy Gröner mit dem Zivilcouragepreis
des Berliner CSD ausgezeichnet. Mit dem Preis werden Personen geehrt, die sich
gegen Diskriminierungen und für die Belange von Minderheiten engagieren.
"
Ich freue mich sehr, diesen wichtigen Preis als Bestätigung für
meine Arbeit und den täglichen Kampf für Gleichstellung und gegen
Diskriminierung von Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Transsexuellen Menschen
in Europa entgegennehmen zu dürfen", zeigte sich Lissy Gröner über
die Nominierung erfreut.
Die Situation ist nach wie vor in vielen Teilen Europas von Diskriminierung
und Hass geprägt. "Wir dürfen nicht zulassen, dass Hass und Diskriminierung
toleriert und in manchen Teilen sogar gepredigt werden. Wir müssen gemeinsam
für unsere Grundrechte eintreten und sie vehement verteidigen", fordert
Lissy Gröner.
"
Die Verleihung des Zivilcouragepreis zeigt mir, wie wichtig meine Arbeit
in Europa ist und ermutigt mich weiterzukämpfen", so Lissy Gröner.
Der Zivilcouragepreis wurde in den letzten Jahren an den spanischen Regierungschef
José Luis Rodríguez Zapatero, Alice Schwarzer und Rita Süssmuth
vergeben.
Die Preisverleihung findet am 23.06.2007 ab 17:00 Uhr in Berlin während
der Abschlusskundgebung des CSD an der Siegessäule statt. Für Interviewanfragen
steht Ihnen Frau Gröner vor und nach der Verleihung gerne zur Verfügung.
"Keine
adäquate Interessenvertretung" Junge Welt - Berlin, 15.6.07
Prominente Frauenpolitikerin verläßt den Lesben- und Schwulenverband
und übt harsche Kritik an dessen Positionierung. Ein Gespräch mit Sabine
Gilleßen
Abt. Politik/CSD in Hamburg: Der CSD Hamburg hat auch politische Forderungen: www.homo-reform.de Schaut selbst!
PM [10. Mai 2007] Lesben und Schwule in die Verfassung! LSVD startet
Aktion zur Ergänzung des Gleichheitsartikels
Anlässlich des 50. Jahrestages des „Homosexuellen-Urteils“ des
Bundesverfassungsgerichts erklärt Manfred Bruns, Sprecher des Lesben-
und Schwulenverbandes (LSVD):
Unsere Verfassung muss endlich auch Lesben und Schwulen gleiche Rechte
garantieren. Der Lesben- und Schwulenverband (LSVD) startet eine Kampagne „ Aktion Grundgesetz:
Lesben und Schwule in die Verfassung“. Ziel ist eine Ergänzung des
Gleichheitsartikels um ein ausdrückliches Verbot der Diskriminierung wegen
der sexuellen Identität.
Zur Unterstützung unseres Aufrufes hat sich ein Kreis Prominenter zusammengefunden.
Zu ihnen gehören die Vorsitzende des Zentralrates der Juden, Charlotte Knobloch,
Romani Rose, Vorsitzender des Zentralrates Deutscher Sinti und Roma, Maybritt
Illner, Iris Berben, Rosenstolz, Hape Kerkeling, Dieter Thomas Heck, die Bundesbeauftragte
für die Stasi-Unterlagen, Marianne Birthler, der Vorsitzende der Gewerkschaft
Ver.di, Frank Bsirske, und viele mehr.
Eine Ergänzung des Grundgesetzes wäre auch ein Akt der Wiedergutmachung.
Heute vor 50 Jahren, am 10. Mai 1957, hat das Bundesverfassungsgericht die Strafbarkeit
homosexueller Handlungen unter erwachsenen Männern für verfassungskonform
erklärt. Karlsruhe urteilte damals: " Gleichgeschlechtliche Betätigung
verstößt eindeutig gegen das Sittengesetz". Der § 175 StGB
blieb in der von den Nazis verschärften Fassung unverändert in Kraft.
Es gab über 50.000 Verurteilungen. Viele tausend Männer landeten allein
wegen ihrer Art zu lieben im Gefängnis oder Zuchthaus. Existenzen wurden
zerstört. Erst 1969 wurde der § 175 entschärft, endgültig
abgeschafft erst 1994. Mit einer Mahnwache vor dem Bundesverfassungsgericht erinnert
der LSVD heute an die Opfer des § 175.
Die Strafbarkeit von Homosexualität gilt mittlerweile in der europäischen
Rechtsordnung als menschenrechtswidrig. Grundgesetz und Verfassungsgericht haben
Homosexuelle also nicht einmal vor schweren Menschenrechtsverletzungen geschützt.
Impulse zur Durchsetzung wirklicher Gleichstellung gingen bislang weder
vom Grundgesetz noch vom Bundesverfassungsgericht aus.
Die fehlende Berücksichtigung im Grundgesetz wirkt sich bis heute negativ
auf die Lebenssituation von Lesben und Schwulen aus. Die Rechtssprechung behandelt
sie oft noch als Bürgerinnen und Bürger minderen Werts, wenn
sie es ablehnt, Eingetragene Lebenspartnerschaften mit der Ehe gleichzustellen.
Die EU-Grundrechte-Charta und der von Deutschland ratifizierte Entwurf
für
eine Europäische Verfassung enthalten bereits ein Verbot der Benachteiligung
aufgrund der sexuellen Orientierung. Es gibt keinen Grund, warum die deutsche
Verfassung dahinter zurückstehen sollte. Im Europäischen Jahr der Chancengleichheit
2007 muss endlich klargestellt werden: Niemand darf wegen der sexuellen Identität
benachteiligt werden.
Gleichstellungsreport der ILO Diskriminierung
aufgrund von sexueller Orientierung
Die International Labour Organisation (ILO)
hat im Mai 2007 ihren zweiten Report über Diskriminierung am Arbeitsplatz
veröffentlicht. Er befasst sich mit Diskriminierung auf Grund unterschiedlicher
Tatbestände – unter anderem auf Grund sexueller Orientierung
Gesamtbericht
im Rahmen der Folgemaßnahmen zur Erklärung der IAO über
grundlegende Prinzipien und Rechte bei der Arbeit Gleichheit bei der
Arbeit: Den Herausforderungen begegnen (PDF)
(PM) 08. Mai 2007 Leitkultur zweiter Klasse. CDU will
Diskriminierung von Lesben und Schwulen verfestigen
Im Entwurf des neuen CDU-Grundsatzprogramms wird die Gleichstellung
von Lebenspartnerschaften mit der Ehe dezidiert abgelehnt. Dazu erklärt
Axel Hochrein, Sprecher des Lesben- und Schwulenverbandes (LSVD):
Wir sind empört über die Festschreibung der Diskriminierung von Lebenspartnerschaften.
Mit dem vermeintlich neuen Grundsatzprogramm stellt sich die CDU in ein familien-
und gesellschaftspolitisches Gestern.
Das Programm heuchelt Modernität und schreibt doch die Benachteiligung von
gleichgeschlechtlichen Lebenspartnerschaften fest. Das entspricht nicht den Grundwerten,
die die CDU an anderer Stelle betont. Schließlich sind Lebenspartner bei
der Übernahme von Pflichten der Ehe vollkommen gleichgestellt.
Die Behauptung, die CDU werbe für Toleranz und wende sich gegen Diskriminierung
ist blanker Hohn. Tatsächlich wird hier mit zweierlei Maß gemessen.
Wer Gleichstellung ablehnt, zeigt weder Respekt noch Toleranz. Wer Ideologien über
Kindeswohl stellt, konterkariert seine angeblich familienfreundliche Politik.
30. April 2007 Gleichberechtigung weltweit einfordern
Der Lesben- und Schwulenverband (LSVD)
hat am Wochenende in Köln den jährlichen Verbandstag durchgeführt.
Gastreden, Beratungen und Resolutionen widmeten sich der rechtlichen Situation
von Lesben und Schwulen im In- und Ausland.
Erstmalig äußerte sich die Leiterin der neu eingerichteten Antidiskriminierungsstelle
des Bundes Dr. Martina Köppen vor einer schwul-lesbischen Öffentlichkeit über
die Erwartungen an ihr Amt. Köppen sagte, sie sehe sich als unparteiische
Anwältin der Antidiskriminierungsarbeit.
Mit bewegenden Worten und Filmausschnitten erinnerte Nikolai Alekseev an
die gewaltsame Niederschlagung des Moskauer CSD 2006. Der Organisator des
Gay Pride
verwies auf die Bedeutung der internationalen Unterstützung für die
diesjährige Demonstration am 27. Mai. Schwule und Lesben in Russland seien
auf die Teilnahme von europäischen Gästen und öffentliche Solidarität
angewiesen.
Die politischen Beratungen des Verbandstages wurden mit Resolutionen zur Gleichstellungs-
und Menschenrechtspolitik abgeschlossen:
Aktion Grundgesetz: Der LSVD wird einen Aufruf zur Erweiterung von Artikel
3 Abs. III GG um das Merkmal der sexuellen Identität starten. Dort soll es
in Zukunft heißen: „Niemand darf wegen seines Geschlechtes, seiner
Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seiner
sexuellen Identität, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen
Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden. Niemand darf wegen seiner
Behinderung benachteiligt werden.“
Steuerliche Gleichstellung von Lebenspartnern: Der LSVD fordert die Bundesregierung,
den deutschen Bundestag und den Bundesrat auf, die massive Benachteiligung von
gleichgeschlechtlichen Lebenspartnerschaften zu beenden.
Yogyakarta-Prinzipien einfordern: Die Bundesregierung wird aufgefordert,
sich für die in der Yogyakarta-Erklärung formulierten Prinzipien globaler
Menschenrechte für Lesben, Schwule, Bisexuelle und Transgender einzusetzen.
Abt. Politik: 25.4.07 Lissy Gröner neue
Vizepräsidentin der Gay and Lesbian Intergroup
Einstimmig wurde Lissy Gröner heute in Straßburg zur Vizepräsidentin
der Gay and Lesbian Intergroup gewählt. Das ist wie deren Präsident
Michael Cashman in seiner Rede erklärte "nur eine logische Konsequenz
aus ihrem politischen Engagement und eine Ehre für die Gruppe".
Dieser interfraktionellen Gruppe gehören, mit Ausnahme der Neofaschisten,
Abgeordnete aller Fraktionen an. Sie ist Initiatorin und Koordinatorin für
gleiche Rechte aller Menschen unabhängig von der sexuellen Identität
im Europäischen Parlament.
"Ü
ber das Vertrauen freue ich mich sehr. Allein die Debatte über
die von der Intergroup eingebrachte neue Resolution gegen Homophobie
wirft einen Schatten", erklärt Lissy Gröner. "Im
letzten Jahr haben wir mit großer Mehrheit zwei Resolutionen
verabschiedet. Die Situation für Lesben, Schwule, Transgender
und Bisexuelle ist allerdings in einigen Ländern Europas nach
wie vor durch Diskriminierung und Hass geprägt. Besonders schlimm
und von vielen als Freibrief werden in diesem Zusammenhang die Hasstiraden
von verschiedenen nationalen Politikern verstanden. Besonders die polnische
Regierung mit dem Vize-Premierminister Giertych hat mit der Ankündigung
ein Gesetz gegen homosexuelle Propaganda und Berufsverbote für
Homosexuelle die Debatte angeheizt. Dazu muss das Europäische
Parlament klar Stellung beziehen: Europäische Menschenrechtspolitik
ist Innenpolitik", so Lissy Gröner.
Die neue Resolution gegen Homophobie ist anlässlich der andauernden und
permanenten Hasstiraden und gewalttätiger Übergriffe auf Homosexuelle
eingereicht worden.
"
Wenn eine Bürgerin oder ein Bürger in Europa in den Grundrechten
beeinträchtigt wird und das Parlament dem nicht Einhalt gebietet,
wären die Grundrechte aller Bürgerinnen und Bürger gefährdet.
Als deutsche Abgeordnete ist mir besonders bewusst, dass, wer Hass
und Diskriminierung toleriert oder predigt, mit der vereinten europäischen
und internationalen Reaktion und politischem Druck rechnen muss. Dafür
ist in Europa kein Platz!" fasst Lissy Gröner die Debatte
zusammen.
Weitere Informationen finden Sie unter: www.lgbt-ep.eu Weitere
Informationen zum Thema bei Lissy Gröner: Tel: 0032 2 2845412 http://www.lissy-groener.de/
NRW: taz vom 21.04.07: Laschet
bleibt hetero
Der Auftakt zum EU-Jahr der Chancengleichheit findet in NRW ohne Lesben
und Schwule statt. Die vom Familienministerium ausgeladenen ReferentInnen
könnten schließlich
auch als Gäste sprechen
VON GABRIELE BISCHOFF
Feministische Vernetzung gegen den G8-Gipfel Aktionswoche vom 1.-7. Juni in Heiligendamm an der Ostsee. Im Moment gibt es zwei feministische Mobilisierungen gegen den G8. Eine Frauen / Lesben / Transgender - Organisierung und eine queere Organisierung
Hamburg: Sexual Politics, Torture, and
Secular Time, Vortrag Judith Butler,
Fr 18. Mai 2007, 18.30Uhr, Universität Hamburg,
Hauptgebäude, Hörsaal A, Edmund-Siemers-Allee 1
Freiheit gilt als ein zentraler Wert westlicher Gesellschaften. Als
Bestandteil eines säkulären
Fortschrittsmodells fungiert Freiheit zugleich als politisches Instrument
einer Zivilisierungsmission, die
rassistische Migrationspolitik und heteronormative Sexualpolitik
miteinander verschaltet und letztlich sogar Folter rechtfertigt.
Weitere Infos und Veranstaltungsbeschreibungen unter: www.queer-institut.de [17.4.2007]
Hamburg: Queer, Sexualpolitiken
und der Menschenrechtsdiskurs, Workshop
Sa 19.Mai 2007, 10.30-20.00 Uhr
Der Workshop befasst sich mit der ambivalenten Politik der Menschenrechte,
insbesondere im Hinblick auf Sexualpolitiken und die
Anfechtung heteronormativer Geschlechterverhältnisse.
Weitere Infos und Veranstaltungsbeschreibungen unter: www.queer-institut.de
Anmeldung: mail@queer-institut.de [17.4.2007]
Hessen: Referat zur Gleichstellung von Lesben und Schwulen incl. 'Rechtsratgeber für gleichgeschlechtliche Lebensweisen' zum Download (das ist da, wo ich auch arbeite!!!)
Die erste europäische Konferenz zum multidimensionalen
Gleichstellungsrecht findet vom 11. bis 12. Mai 2007 an der Universität
Oldenburg statt. Diese Konferenz bringt Referentinnen und Referenten aus
ganz Europa in den Nordwesten Deutschlands, die sich in insgesamt 8 Foren
mit der folgenden Leitfrage befassen: Wie wird das neue Gleichstellungsrecht
der EU, nach dem Diskriminierungen wegen der Rasse, des ethnischen Ursprungs,
des Geschlechts, der sexuellen Orientierung, der Religion oder Weltanschauung,
einer Behinderung oder des Alters zu bekämpfen sind, denjenigen Menschen
gerecht, die aufgrund mehrerer Merkmale ausgegrenzt werden? Das Auftaktforum
zum Thema "From Discrimination to Human Rights Protection - what do
multiple identities gain?" bestreiten Prof Jenny Goldschmidt (Utrecht),
ehemalige Vorsitzende der niederländischen Gleichstellungskommission,
Professor Sandra Fredman (Oxford), die als eine der ersten in Europa die
Fragen dern Multidimensionalität analysiert hat, Prof. Oddny Arnadottir
(Rejkjavik), die zur EMRk arbeitet sowie Prof. Rikki Holtmaat (Leiden),
die Mitglied des Europäischen Netzwerks für Antidiskriminierung
war und durch Analysen zur UN Konvention über die Verwirklichung der
Gleichstellung der Frau hervorgetreten ist. Es wird von Prof. Dr. Theresia
Degener (Bochum) moderiert, die als langjährige Expertin für
die juristische Situation behinderter Menschen u.a. an der UN Konvention über
die Rechte behinderter Menschen mitgewirkt hat. Den Veranstalterinnen ist
es gelungen, neben überwiegend rechtswissenschaftlichen Beiträgen
auch zwei interdisziplinäre Foren zusammenzustellen. Zum Begriff der
Intersektionalität sowie zu management- und ökonomischen Aspekten
von Anti-Diskriminierungsrecht diskutieren Soziologinnen und Rechtswissenschaftlerinnen.
Auf besonderes Interesse dürfte das Forum "A Symbol of intersectionality
in legal discourse – the Head Scarf enigma" (ein Symbol der
Intersektionalität im juristischen Diskurs - das Kopftuch enigma)
stoßen, das auch der hochschulinternen Öffentlichkeit geöffnet
ist. ReferentInnen aus Deutschland, den Niederlanden, Frankreich, der Türkei
und Dänemark werden das Problem aus rechtswissenschaftlicher sowie
religionswissenschaftlicher Perspektive beleuchten.
Die Anmeldung zur Konferenz ist unter dem folgenden Link möglich,
unter dem auch das vollständige Programm und die Abstracts heruntergeladen
werden können: http://www.uni-oldenburg.de/fk2/InstRW/eurowr/en/21796.html
Berlin: Senat beschließt Geschäftsverteilung
zum Bereich gleichgeschlechtliche Lebensweisen
Der Senat hat am 20.02.2007 über seine Geschäftsverteilung für
die Legislaturperiode 2006-2011 folgendes beschlossen: Zum Geschäftsbereich
der Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales gehören ab
sofort: Die Antidiskriminierungspolitik des Senats aus Gründen der ethnischen
Herkunft, der Religion oder Weltanschauung, des Alters, einer Behinderung oder
der sexuellen Identität sowie weitere Angelegenheiten gleichgeschlechtlicher
Lebensweisen.
Berlin wird eine Landesstelle für Gleichbehandlung - gegen Diskriminierung
(Antidiskriminierungsstelle) haben, die alle Diskriminierungsmerkmale des Allgemeinen
Gleichbehandlungsgesetzes umfasst, Diskriminierungspolitik in Berlin bündelt
und koordiniert, aber auch durch geeignete Maßnahmen dazu beiträgt,
eine Kultur der Wertschätzung von Vielfalt in der Stadt zu befördern.
Das bedeutet, dass der Fachbereich für gleichgeschlechtliche Lebensweisen
mit derzeit zwei Mitarbeiter/innen jetzt Teil der Antidiskriminierungsstelle
ist. Diese ist bei der Staatssekretärin für Integration und Soziales,
Frau Dr. Petra Leuschner, angesiedelt.
[23.02.07] Berlin: Der Fachbereich
für
gleichgeschlechtliche Lebensweisen ist umgezogen, bitte aktualisieren
Sie Ihre Daten!
Der Fachbereich für gleichgeschlechtliche Informationen ist umgezogen! Im
neuen Senat wurden die Ressorts neu zugeschnitten. Der Fachbereich für gleichgeschlechtliche
Lebensweisen wurde der Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales,
Landesstelle für Gleichbehandlung - gegen Diskriminierung, angegliedert.
Die Internetseiten der Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung
werden nun überarbeitet. Bis zum Abschluss dieser Überarbeitung finden
Sie die Informationen des Fachbereichs aber noch hier unter der bekannten Adresse. laden
Neue Kontaktadresse:
Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales
Landesstelle für Gleichbehandlung - gegen Diskriminierung
(Antidiskriminierungsstelle)
Oranienstr.106
10969 Berlin
eMail: gleichgeschlechtliche@senias.verwalt-berlin.de
Adressänderung einzelner Mitarbeiter/innen der Antidiskriminierungsstelle:
Lela Lähnemann
Telefon: 030/9028-1876
eMail neu: lela.laehnemann@senias.verwalt-berlin.de
eMail alt: lela.laehnemann@senbjs.verwalt-berlin.de
Claus Nachtwey
Telefon: 030/9028-1791
eMail neu: claus.nachtwey@senias.verwalt-berlin.de
eMail alt: claus.nachtwey@senbjs.verwalt-berlin.de
Einen anschaulichen Eindruck von unserem Umzug finden
Sie hier:
http://www.berlin.de/imperia/md/content/sen-familie/gleichgeschlechtliche_lebensweisen/umzug_gleichgeschlechtliche_lebensweisen.pdf
[09.02.07] Es wird langsam... Bei ihren Infobörsen für Frauen, einem neuen Angebot, hat Bundesministerin von der Leyen auch Lesben im Blick, wenigstens ein wenig. Im Schwerpunktthema "Vielfältige Lebensentwürfe von Frauen" sind gleichgeschlechtliche Lebenspartnerschaften immerhin einer von elf Unterpunkten und auf der nachfolgenden Linkliste ist der LSVD verlinkt. Guckt hier: http://www.infoboersen-fuer-frauen.de/deutsch/themen/vielfaeltige-lebensentwuerfe-von-frauen/vielfaeltige-lebensentwuerfe-von-frauen.html
PM Brüssel, 6. Februar 2007 Lissy Gröner
einstimmig zur frauenpolitischen Sprecherin der SPE Fraktion gewählt
Heute wurde Lissy Gröner einstimmig im Ausschuss für die Rechte der
Frau und Chancengleichheit als Sprecherin und Koordinatorin der Sozialdemokratischen
Partei Europas (SPE) wiedergewählt.
"
Mit der Erfahrung von Abgeordneten aus den unterschiedlichsten Bereichen
und aus 27 verschiedenen Ländern Europas bilden wir eine stabile
Basis für eine moderne Gleichstellungspolitik", freut sich
die fränkische SPD Europaabgeordnete Lissy Gröner, die diese
Wahl auch als Weichenstellung für den Anspruch der Frauen für
die Europawahl 2009 ansieht.
"
Im europäischen Jahr der Chancengleichheit für alle 2007
will ich weiterhin eine engagierte starke sozialdemokratische Stimme
für Frauen im Europa der 27 sein", freut sich Lissy Gröner
auf die vor ihr liegende Aufgabe.
Weitere Informationen zum Thema bei Lissy Gröner: Tel: 0032 2 2845412, Fax:
0032 3 2849412, www.lissy-groener.de
Berlin: In seiner Regierungserklärung vom 14. Dezember 2006 spricht der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit davon, dass "dieser Senat für eine offene Gesellschaft steht und für eine Stadt, in der Menschen unterschiedlicher Herkunft, unterschiedlichen Glaubens und unterschiedlicher Lebensweisen nicht nur toleriert, sondern respektiert werden." Und "Berlin ist offen für Menschen aller Nationen, aller Hautfarben und Konfessionen sowie unterschiedlicher Lebensweisen. Sie machen uns reicher, sie sind willkommen, um ihrer selbst willen, aber auch, weil Vielfalt eine Bereicherung ist." Diese Worte sind ein klares Bekenntnis des Senats zu den Belangen von gleichgeschlechtliche Lebensweisen und Diversity. Die Regierungserklärung im Wortlaut http://www.berlin.de/rbmskzl/regierungserklaerung/index.html
Das Gesetz zur Eingetragenen Lebenspartnerschaft (LPartG) ist auf den Seiten des LSVD ganz gut dokumentiert
Aus der taz vom 10.1.2007, S. 13, 218 Z. (TAZ-Bericht),
HEIDE OESTREICH Vorsicht vor kastrierenden Lesben
Backlash-Publizisten haben die zweite Stufe der Rakete in die Vergangenheit
gezündet:
Sie wollen nicht mehr nur alte Geschlechterbilder konservieren,
sondern diffamieren nun auch die ProtagonistInnen der Gleichstellungspolitik http://www.taz.de/pt/2007/01/10/a0128.1/text
Im Bundestag notiert: Verbot der homosexuellen
Neigung - Strafrechtliche Bestimmungen über Homosexualität
und ihre Anwendung weltweit
Menschenrechte und humanitäre Hilfe/Antwort
Berlin: (hib/BOB) 80 Länder sprechen sich für ein Verbot der homosexuellen
Neigung oder einvernehmlichen homosexuellen Betätigung unter Erwachsenen
aus. Die Bundesregierung weist in ihrer Antwort auf eine Kleine Anfrage von Bündnis
90/Die Grünen jedoch einschränkend darauf hin, die Antwort beruhe auf
den ihr vorliegenden, aktuellen und als vertrauenswürdig eingeschätzten
Informationen. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit
könne aber von ihr nicht übernommen werden. Hier ist die Antwort
der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage: http://dip.bundestag.de/btd/16/035/1603597.pdf [28.11.2006]
NRW: Fotos vom Empfang "10 Jahre LAG Lesben in NRW"
14.12.2006 Pressebericht zur Abstimmung - Plenarsitzung
vom 14.12.2006 in Straßburg
Europäisches Institut für Gleichstellungsfragen kann
2007 seine Arbeit aufnehmen
Das Europäische Parlament hat heute der Einrichtung eines Europäischen
Instituts für Gleichstellungsfragen zugestimmt, um künftig die Gleichstellung
der Geschlechter besser und gezielter zu fördern. Das Institut mit Sitz
in der litauischen Hauptstadt Vilnius soll seine Arbeit voraussichtlich Mitte
2007 aufnehmen. Das Plenum ist der Empfehlung von Lissy GRÖNER (SPD) und
Amalia SARTORI (EVP-ED, IT) gefolgt und hat den mit Kommission und Ministerrat
ausgehandelten Kompromiss angenommen. Somit wurde eine Einigung in Zweiter Lesung
möglich.
In der Debatte erklärte Gröner, das Europäische Parlament habe
sich von Beginn an "als Motor für Gleichstellung" präsentiert. "Wir
wollen, dass Frauen nicht mehr ungefähr 30% weniger verdienen als ihre männlichen
Kollegen. Wir wollen, dass allen Mitgliedstaaten zugänglich gemacht wird,
wie Gewalt, Zwangsprostitution und sexuelle Ausbeutung erfolgreich bekämpft
werden. Wir wollen europaweit austauschen, wie im 21. Jahrhundert die Diskriminierung
aufgrund des Geschlechts beendet werden kann", so Gröner.
Die Hauptaufgabe des Instituts besteht darin, durch technische Unterstützung
zur Förderung der Gleichstellung der Geschlechter und zur Bekämpfung
der Diskriminierung aus Gründen des Geschlechts beizutragen.
Eine von der Kommission in Auftrag gegebene Durchführbarkeitsstudie kam
zu dem Ergebnis, dass ein Europäisches Institut für Gleichstellungsfragen
einige der Aufgaben ausführen könnte, die von den bestehenden Einrichtungen
gegenwärtig nicht wahrgenommen werden, wie z.B. die zentrale Erfassung und
Verbreitung von Forschungsdaten und Informationen, Netzwerkbildung, Sensibilisierung
der Öffentlichkeit für die Gleichstellung von Männern und Frauen
sowie die Entwicklung von Instrumentarien für eine stärkere Einbeziehung
des Gleichstellungsaspekts in alle Politikbereiche der Gemeinschaft.
Darüber hinaus organisiert das Institut ein jährliches Treffen von
Experten und stellt der Öffentlichkeit verschiedene Dokumentationsressourcen
zur Verfügung.
Abt. BILD deckt auf: Die Homosexuellen in der CDU haben ein Frauenproblem. Sie nennen sich „LSU – Lesben und Schwule in der Union“. Doch unter den 13 Mitgliedern des Bundesvorstandes befindet sich mit Ina Helstab nur eine einzige lesbische Frau. (Bild-online vom 13.12.2006)
GET in-Leitfaden für Gleichbehandlung
Die im Rahmen des EU-Projektes "GET in-Leitfaden für Gleichbehandlung
im privaten Sektor" erstellten Publikationen sind fertig gestellt und können
kostenlos bestellt werden: ?? Flyer "Diskriminiert...Was können Sie
tun? Ungleichbehandlungen als Kunde/Kundin erkenne und dagegen vorgehen" in
den Sprachen Deutsch, Englisch, Französisch, Russisch, Türkisch ??
Broschüre "Leitfaden für Gleichbehandlung im Privaten Sektor-
Hinweise für Beratungsstellen". Das Projekt wird Ende November
abgeschlossen sein, deshalb bestellt bald. Mehr Infos und Bestellformular
unter: www.getin-online.net [17.11.06]
[08.11.06] Berlin: Koalitionsvereinbarungen im
Land Berlin Aus
dem Newsletter des Fachbereichs für gleichgeschlechtliche Lebensweisen:
die Koalitionsverhandlungen und die Besetzung der Fachressorts des Senats
sind von der neuen Regierung aus den Fraktionen der SPD und der PDS/Linke
abgeschlossen. Im Koalitionsvertrag sind viele Punkte zu finden, die
die Belange von Lesben, Schwule und Transgenderpersonen betreffen:
1. Diversitiy-Richtlinien
Der Senat wird in der kommenden Legislaturperiode Diversity-Richtlinien für
den Öffentlichen Dienst entwickeln. Damit drückt er seine Wertschätzung
für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus und ist beispielgebend für
andere Arbeitgeber der Stadt.(Bereich Innen)
2. Senatsleitstelle gegen Diskriminierung
Es wird eine Senatsleitstelle gegen Diskriminierung im Sinne einer kundenorientierten
Beratungsstelle eingerichtet, die alle Diskriminierungsmerkmale umfasst.
3. Magnus-Hirschfeld-Stiftung
Im Bundesrat setzt sich die Koalition für ein Gesetz zur Errichtung einer
Magnus-Hirschfeld-Stiftung als kollektive Entschädigung für die im
Nationalsozialismus zerstörte Infrastruktur der ersten Lesben- und Schwulenbewegung
ein. (Bereich Kultur)
4. Gewaltprävention und Opferhilfe
Um der zunehmenden Gewalt gegen Homosexuelle entgegen zu treten, müssen
weiterhin die szenenahen Antigewaltprojekte unterstützt werden. (Bereich
Justiz)
5. Erziehung zu Toleranz und Akzeptanz aller Lebensweisen
Der Senat wird bei der Umsetzung der Rahmenlehrpläne weiterhin die Berücksichtigung
lesbisch-schwuler Lebensweisen beachten. Der Umgang mit der Vielfalt der sexuellen
Identitäten und der Lebensweisen soll verbindlicher Bestandteil von Lehrerausbildung
werden und von Lehrerweiterbildung bleiben. Projekte von Lesben, Schwulen und
Transgendern werden bei der Aufklärungsarbeit an Schulen unterstützt.
(Bereich Bildung)
6. Gleichstellung lesbisch-schwuler Lebensweisen
Die Koalitionspartner werden sich dafür einsetzen, dass die bestehenden
Ungleichbehandlungen zwischen Eingetragener Lebenspartnerschaft und Ehe beseitigt
werden. Die landesrechtlichen Regelungen werden entsprechend überprüft.
Der Senat unterstützt Initiativen auf Bundesebene, um bestehende bundesrechtliche
Ungleichbehandlungen (Steuer-, Erb, Adoptionsrecht) zu beseitigen. (Bereich
Innen)
7. HIV-Prävention
In den letzten Jahren hat die Zahl von Neuinfektionen mit HIV wieder zugenommen.
Um dieser Entwicklung entgegensteuern zu können, sind neue Konzepte der
Prävention für spezifische Zielgruppen zu entwickeln und durchzuführen,
insbesondere zur Ansprache von jungen Homosexuellen sowie von schwulen und
bisexuellen Migranten. (Bereich Gesundheit)
Die vollständige Koalitionsvereinbarung ist unter www.spd-berlin.de einzusehen.
Der Fachbereich für gleichgeschlechtliche Lebensweisen wird weiterhin seine
Aufgabe darin sehen, fachliche Hilfe für die jeweiligen Ressorts zu geben,
so dass die Vereinbarungen qualifiziert und zeitnah umgesetzt werden.
Sie können uns gern Rückmeldungen oder Anregungen zu den jeweiligen
Punkten geben. Wir freuen uns auf unsere Herausforderungen für die kommende
Legislaturperiode! Im Auftrag Claus Nachtwey, Lela Lähnemann, Senatsverwaltung
für Bildung, Jugend und Sport, Berlin, Fachbereich für gleichgeschlechtliche
Lebensweisen, Beuthstraße 6 - 8, 10117 Berlin Mitte
Tel.: 030 - 9026-5606/08 http://www.berlin.de/sen/familie/gleichgeschlechtliche_lebensweisen/index.html



Der
Lesbenring ist
der größte bundesweite Dachverband für lesbische Frauen,
Lesbengruppen und Organisationen und somit Interessenvertretung für
ca.5000 Lesben.
Wir haben Sitz und Stimme im Deutschen Frauenrat.
Wir vertreten lesbisch-feministische Interessen über die Lobbylisten
des Deutschen Bundestages und des Bundesjustizministeriums.
Der Lesbenring ist Mitfrau bei der ILGA (International Lesbian and
Gay Association). Der Lesbenring versteht sich als Teil der feministischen
Frauenbewegung und setzt sich für die Selbstbestimmung von Frauen
ein. (Konny ist da selbstverstänlich auch Mitfrau :-)
Am 18. August 2006 ist nun endlich ein nationales Antidiskriminierungsgesetz mit der Bezeichnung Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz in Kraft getreten. Damit setzt Deutschland die europäischen Richtlinien zur Verwirklichung des Grundsatzes der Gleichbehandlung nach langer Diskussion um. Mit diesem Gesetz bekommen Lesben und Schwule weiteren Schutz vor Diskriminierung und werden im Arbeitsrecht und im Zivilrecht in vielen Bereichen mit heterosexuellen Menschen gleichgestellt. Im Einzelnen und Konkreten lesen Sie dazu http://www.berlin.de/sen/familie/gleichgeschlechtliche_lebensweisen/index.html und / oder http://www.bgblportal.de/BGBL/bgbl1f/bgbl106s1897.pdf
Queernet - Rheinland-Pfalz: Das Netzwerk der schwul-lesbischen Gruppen und Initiativen in Rheinland-Pfalz [12.05.06]
LAG Lesben in NRW - Die Landesarbeitsgemeinschaft Lesben in Nordrhein-Westfalen (LAG) ist ein freier und überparteilicher Zusammenschluß lesbischer Gruppen, Vereine, Initiativen und Projekte, die sich seit 1996 regelmäßig treffen. Auf der Homepage finden sich alle Beteiligten: von A wie Amigas bis Z wie Zülpich. LAG Lesben in NRW e.V., Ackerstr. 144, 40233 Düsseldorf, Tel: 0211 / 69 10 530 Fax: 0211 / 69 10 531
Österreich: Grüne andersrum - Alles neu, alles anders: mit gruene-andersrum.at bauen wir unseren Vorsprung im Internet weiter aus. Unsere Website ist ab heute interaktiv, noch besser benutzbar und moderner designed denn je. Interaktiv, modern, grün. Unsere Website ist keine aalglatte Hochglanz-Broschüre, sondern ein ehrliches Kommunikationsangebot an alle. Zu jeder einzelnen Story kannst du ab sofort Kommentare posten. So können wir leicht deine Fragen beantworten und mit allen Interessierten diskutieren. [07.07.05]
Aktion
1 zu 1 - eine Kampagne des LSVD (Lesben- und Schwulenverbandes
Deutschland: Aufruf "Gleiches Recht für Lebenspartnerschaften" Wer
gleiche Pflichten übernimmt, muss auch gleiche Rechte erhalten.
Mit dem Gesetz zur Eingetragenen Lebenspartnerschaft von 2001 wurden
lesbische und schwule Paare erstmals rechtlich anerkannt. Das ist ein
großer gesellschaftspolitischer Fortschritt. Trotzdem blieben erhebliche
Ungerechtigkeiten bestehen. Der Bundesrat hat wichtige Regelungen zur
Lebenspartnerschaft bislang blockiert und damit eine Schieflage geschaffen.
Im Sozialrecht werden Lebenspartner beispielsweise voll in die Pflicht
genommen, im Steuerrecht dagegen wie Fremde behandelt. Das ist unsinnig
und ungerecht. Das Bundesverfassungsgericht hat längst klargestellt:
Der Gesetzgeber darf die Eingetragene Lebenspartnerschaft rechtlich der
Ehe gleichstellen. Bund und Länder sind aufgefordert, fortbestehende
Gerechtigkeitslücken endlich zu schließen. Bei den Pflichten
gibt es bereits Gleichstand mit der Ehe.
Jetzt geht es darum, auch die Rechte 1:1 zu übertragen. Ansonsten würde
Diskriminierung weiter fortgeschrieben. Das trifft insbesondere auch Lebenspartnerschaften
mit Kindern hart. Es gibt keinen sachlichen Grund, gleiches Recht weiter zu verweigern.
Die Aktion 1:1 setzt sich für die volle Gleichstellung ein.
Rebel
Lady ist ein queer-feministisches Projekt mit
einer Internetplatform für Diskussionen, Vernetzung und T-Shirt-Versand.
Rebel: Widerstand gegen herrschende Machtverhältnisse und Hierarchien In
Frage stellen vorhandener Normen und Zwänge
Lady: proud, righteous and strong Dreaming of... RESPEKT
gegenüber allen Menschen unabhängig von Geschlecht, Rasse, Klasse,
... => GLEICHwertigkeit aller Menschen! FREI SEIN
von beherrschenden Machtstrukturen und Geschlechternormen!
Pride is for free!
Wie viele Mitfrauen / Mitglieder haben eigentlich... (Stand: August 2004)
Gewerkschaft Verdi - ver.di Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft - Lesben, Schwule, Bisexuelle und Transgender (Regenbogen)
Die Adressen aller Referate für die Gleichstellung von Lesben und Schwulen findet Ihr hier [Last Update: 26.01.07]
Die Seiten der Bundesarbeitsgemeinschaft queer der PDS
Die schwul-lesbische Partei Deutschlands (SLPD) steht in den Startlöchern!
LSU - Lesben und Schwule in der Union (bundesweit)
Auch Hessisch Lesbisch - das Netzwerk hessischer Lesbeninitiativen hat jetzt eigene Seiten
Rosa Liste München e.V. - die schwullesbische WählerInneninitiative
Köln: Der Arbeitskreis Lesben der Kölner Grünen
DGB-Seminar 2004: Menschenrechte im Betrieb - Homosexualität am Arbeitsplatz im Haus der Gewerkschaftsjugend. Weitere Informationen unter http://www.queer-dgb.de
Berlin: Senatsverwaltung für Schule, Jugend und Sport, - Fachbereich für gleichgeschlechtliche Lebensweisen -, Beutstr. 6-8, 10117 Berlin
Lesben im Nationalsozialismus - Lesben bei ASF - Eine Kontinuität des Verdrängens, Vergessens und Verleugnens? Ein kurzer Aufsatz von Anke Metzing
LSVD - Lesben- und Schwulenverband in Deutschland
Leitlinien Bündnisgrüner SchwuLesben-Politik in Hamburg