Lesbisches Theater...
Frankfurt am Main: Theater
unterm Regenbogen im Lesbisch-Schwulen Kulturhaus LSKH,
Klingerstr. 6, 60313 Frankfurt
Vorhang auf! Aber bitte mit Lesben! (Aus: Lesbenring-Info April/Mai 2008. Abdruck mit freundlicher Genehmigung der Autorin)
Seit nunmehr 13 Jahren bringt „Theater unterm Regenbogen“ erfolgreich lesbische, schwule und lesbisch-schwule Theaterstücke auf die Bühne. Wir sind ein Projekt des Vereins „Lebendiges Lesben Leben e.V.“ im Lesbisch-Schwulen Kulturhaus, Frankfurt/Main. Dort ist auch unsere Probe – und Premierenbühne. Darüber hinaus tingeln wir ab und zu auch durch die Lande und erfreuen das eine oder andere Publikum außerhalb des Rhein-Main-Gebiets.
Lesbisch/Schwule Inhalte finden immer noch viel zu selten Eingang in das deutsche Theater. Nur wenige Bühnen zeigen Stücke, die sich mit unserer Kultur und Lebensweise auseinandersetzen. Lesben und Schwule haben genau wie Heterosexuelle ein Interesse daran, sich selbst und ihre Freuden und Sorgen auf der Bühne zu sehen. Es reicht nicht aus, nur Kabarett, Chansons oder Dragshows von und für Lesben und Schwule zu zeigen. Unsere Gruppe hat sich daher der klassischen Theaterform verschrieben. Wir haben den Anspruch, nicht nur Lustiges sondern auch ernsthafte Themen, die uns alle beschäftigen, zur Sprache zu bringen. Themen wie Coming Out, Kinderkriegen, Trennung und Tod werden deshalb ebenso gezeigt wie Liebe, Freude, Beziehungskisten und Freundschaft.
Leider gibt es in der bundesdeutschen Szene nur wenige Gruppen, die sich mit klassischem Theater um Sichtbarkeit und Präsenz bemühen. Schlimmer noch: Fast alle Stücke, die wir spielen sind Übersetzungen aus dem anglosprachigen Raum oder Selbstgeschriebenes. Es gibt kaum qualitativ akzeptable deutschsprachige Theaterstücke zu unseren Themen – kaum zu glauben, aber leider wahr.
Beim LFT in Dresden treten wir mit unserem Einakter „Immer sagst Du nie“ von Lesléa Newman auf. Einem Stück, in dem es um die alltäglichen kleinen Streitereien in lesbischen Beziehungen geht: welche hat was, wann, wie gesagt und immer wieder gerne werden die alten Kamellen hervorgekramt.
Sicher ein Stück mit hohem Wiedererkennungseffekt für viele Lesben, dabei aber äußerst amüsant und hervorragend gespielt - wie aus dem richtigen Leben eben.
Unser neuestes, selbstgeschriebene Stück „Azaleenring 9“ nimmt die Themen Geburt und Tod auf. Die Liebste der einen Frau wird muss ins Krankenhaus, während die Partnerin der anderen Frau überraschenderweise ein gutes Argument gegen eine Trennung hat. Aufführungen sind am 19. und 20. September im Lesbisch-Schwulen Kulturhaus in Frankfurt/Main. Beginn jeweils 20 Uhr. Kartenbestellungen werden auch jetzt schon per
E-Mail gerne entgegen genommen.
Neue InteressentINNEN für das nächste Stück sind uns sehr willkommen. Hin und wieder mangelt es „Theater unterm Regenbogen“ an der einen oder anderen Lesbe (je nach Besetzung des jeweiligen Stückes). Wenn Ihr also Lust habt und in der Nähe wohnt......
Falls die eine oder andere Leserin Interesse hat, in einer anderen Stadt eine Theatergruppe zu gründen bzw. aufzubauen, stehen wir gerne mit Rat und Tat zur Seite.
Sollte eine von Euch ein gutes, anspruchsvolles Stück in der Schublade haben, schauen wir’s uns gerne an. Vielleicht liegt ja irgendwo ein Theaterschatz verborgen.
Sophia Altklug - Die Kunst des Kicherns - Lesbische Clownfrau der neuen Art. Lebens-Lustig, Weit-Sichtig, Viel-Fältig, Frauen-Kräftig