100 Prozent MenschGemeinnützigkeit kennt keine sexuelle Orientierung und keine geschlechtliche Identität

Am 24. November 2015 hat das Projekt 100% MENSCH die Petition „Auch wir sind gemeinnützig! Gemeinnützigkeit kennt keine sexuelle Orientierung und keine geschlechtliche Identität!“ an den Parlamentarischen Staatssekretär beim Bundesminister der Finanzen Jens Spahn (CDU) im Reichstag übergeben. Anwesend waren auch Herr Stefan Kaufmann (MdB, CDU) sowie Vertreter*innen der Initiativen ENOUGH is ENOUGH! OPEN YOUR MOUTH! und #EheFürAlle, des Aktionsbündnisses gegen Homophobie sowie der Beratungsstelle InTra*.

Obwohl sich hunderte Vereine in Deutschland um die Opfer von Gewalttaten gegen Lesben und Schwule kümmern, Beratungs- und Hilfsangebote für Menschen mit geschlechtlicher Varianz anbieten, Aufklärungsarbeit für schwule, lesbische, bisexuelle, transsexuelle, transidente, intersexuelle, queere und asexuelle Jugendliche und deren Angehörigen leisten und für die Gleichberechtigung und Akzeptanz von Hetero-, Homo- und Bisexualität in der Gesellschaft arbeiten, werden diese Vereine bisher vom Gesetz nicht explizit als gemeinnützig anerkannt.

Die Petition „Auch wir sind gemeinnützig! Gemeinnützigkeit kennt keine sexuelle Orientierung und keine geschlechtliche Identität!“ fordert die Politik auf, diese strukturelle Diskriminierung aufzuheben und anzuerkennen, dass diese Vereine einen wichtigen Anteil an der gesellschaftlichen Entwicklung leisten. Der Geschäftsführer des Projekt 100% MENSCH, Holger Edmaier, bekräftigt: „Es gibt keine Opfer erster und zweiter Klasse. Körperschaften, die Menschen helfen, Ihr Leben selbstbestimmt und angstfrei zu gestalten, verdienen das Prädikat ‚gemeinnützig’ - unabhängig von sexueller Orientierung und geschlechtlicher Identität.“ Mitorganisatorin Annie Heger ergänzt: „Es ist sehr ermutigend zu sehen, dass sich so viele heterosexuelle Unterstützerinnen und Unterstützer quer durch alle Parteien unserer Petition angeschlossen haben. Häufig haben wir gerade von Eltern gehört, dass sie uns unterstützen, da sie schließlich nicht wüssten, ob nicht auch ihr eigenes Kind homosexuell ist – und dankbar für die Arbeit der Vereine sind!“

Neben zahlreichen Vereinen, Kirchengemeinden und Verbänden haben sich auch viele Politiker*innen aller im Bundestag vertretenden Parteien wie Claudia Roth, Bernd Riexinger, Cem Özdemir, Katarina Barley und Volker Beck sowie der Lesben- und Schwulenverband Deutschland (LSVD), der Verband lesbischer und schwuler Polizeibediensteter (VelsPol), verdi.queer, viele AIDS-Hilfen und Prominente wie Hella von Sinnen, Imke Duplitzer (fünffache Olympiateilnehmerin, Fechten) und Sebastian Krumbiegel (Die Prinzen) der Forderung angeschlossen.

Das Projekt 100% MENSCH ist eine gemeinnützige Förderkörperschaft, die ihre Erträge an anerkannte gemeinnützige Organisationen weiterleitet. Diese Organisationen verwenden die Mittel für konkrete nationale wie internationale Hilfsangebote für die Regenbogen-Community - lesbischer, schwuler, bisexueller, transsexueller, transgender, intersexueller, queerer und asexueller Menschen (LGBTTIQA). Außerdem werden gemeinnützige Organisationen unterstützt, die sich der Aufarbeitung der Geschichte der Regenbogen-Community widmen oder sich politisch für die Gleichstellung aller Menschen einsetzen.

Weitere Informationen erhalten Sie auch unter http://100mensch.de/52ago.html

 

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