• RuT MHPDie niedrigschwelligen Angebote sowie der inklusive Ansatz des Beratungs- und Kulturzentrums RuT e.V. gaben den Ausschlag für die Vergabe des diesjährigen Magnus-Hirschfeld-Preises an die Offene Initiative Lesbischer Frauen in Berlin. 
  • Jury erhofft einen Schub für das Frauen-Wohnprojekt

Die Offene Initiative Lesbischer Frauen e.V., RuT Rad und Tat, ist die Gewinnerin des diesjährigen Magnus-Hirschfeld-Preises für Organisationen und Projekte. Die Auszeichnung von SPD Berlin und SPDqueer Berlin wurde am 15. Mai 2017 im Festsaal des Rathauses Charlottenburg in Anwesenheit des Schirmherrn Klaus Wowereit übergeben. „Wir sind glücklich über diese Anerkennung unseres Beratungs- und Kulturzentrums“, freut sich Jutta Brambach, Geschäftsführerin des RuT. „Der Magnus-Hirschfeld-Preis 2017 trägt wesentlich dazu bei, dass die Belange lesbischer Frauen in der Gesellschaft stärker wahrgenommen werden.“

Niedrigschwelliges Kultur- und Beratungsangebot

Laudator Conny Hendrik Kempe-Schälicke, in der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie zuständig für sexuelle und geschlechtliche Vielfalt, lobte die niedrigschwelligen Angebote des RuT. Dazu gehörten etwa die Umland-Touren, der Alt-Weiber-Sommer oder der Kreativ-Salon. Aber auch Beratung und Selbsthilfegruppen seien darauf ausgelegt, möglichst viele Frauen teilhaben zu lassen. „Und das seit 1989, als das Wort Inklusion noch gar nicht im Blick war“, so Kempe-Schälicke.

Die politische Dimension dieser Arbeit nahm die Laudatio ebenfalls in den Blick, denn: „Lesbische Sichtbarkeit ist keine Kleinigkeit“, meint Kempe-Schälicke. „Weil es hier um Menschen geht, die mindestens 2-fach (als Frauen und Lesben), oft aber auch 3- oder 4-fach (zum Beispiel als Menschen mit Behinderung oder ältere Frauen) von Diskriminierung betroffen sind.“

Auftrieb für das Frauen-Wohnprojekt

Mit dem Hinweis auf RuT-FrauenKultur&Wohnen ging der Laudator zudem auf das größte Projekt ein, das viele Frauen aus dem RuT derzeit engagiert verfolgen: das Wohn- und Kulturzentrum für Frauen/Lesben. Derzeit beteiligen sie sich an der Ausschreibung der Schöneberger Linse, um das vorhandene zukunftsfähige Konzept für generationenübergreifendes und inklusives Wohnen endlich auf einem passenden Grundstück umzusetzen. Kempe-Schälicke gab der Hoffnung der Jury Ausdruck, dass die Verleihung des Magnus-Hirschfeld-Preises dazu beiträgt, das große Projekt RuT-FrauenKultur&Wohnen Wirklichkeit werden zu lassen.

Wer sich ausführlich über das Wohnprojekt informieren möchte, ist herzlich zur nächsten Informationsveranstaltung eingeladen:

am Freitag, 16. Juni 2017, um 18 Uhr im RuT
Schillerpromenade 1, 12049 Berlin.

Über RuT-FrauenKultur&Wohnen

Seit 1989 besteht das gemeinnützige Beratungs- und Kulturzentrum RuT-Rad und Tat – Offene Initiative lesbischer Frauen. Unter ihrem Dach ist RuT-FrauenKultur&Wohnen mit dem Ziel entstanden, diskriminierungsfreies und generationenübergreifendes Wohnen und Leben für Lesben sowie Frauen mit und ohne Behinderung zu ermöglichen.

Das Wohnprojekt ist auf Grundlage der langjährigen Erfahrungen des RuT konzipiert und stellt eine qualitative und – räumlich gesehen auch quantitative – Weiterentwicklung dieser Arbeit dar: Das geplante Zentrum wird mit deutlich erweiterten Möglichkeiten ausgestattet sein. Der innovative Ansatz des Projektes ist die konzeptionelle und räumliche Verbindung zwischen soziokulturellen Angeboten des Zentrums und Hilfsangeboten für besondere Zielgruppen.

Weitere Informationen unter www.frauenliebendeFrauen.de 

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